Bodenrichtwert Hessen
Für Wohnbauland liegt der Bodenrichtwert in Hessen im Median bei 145 €/m² zum Stichtag 01.01.2024, berechnet aus den amtlichen Zonenwerten in BORIS Hessen. Das sind 53,2 Prozent weniger als der Bundesmedian für Wohnbauland von 310 €/m². Innerhalb des Landes reichen die Mediane für Wohnbauland von 36 €/m² im Werra-Meißner-Kreis bis 1.100 €/m² in der Stadt Frankfurt am Main. Verbindlich ist der Wert der einzelnen Richtwertzone. Wählen Sie unten einen der 27 Landkreise oder eine der 425 Gemeinden und prüfen Sie dort die Richtwertzone des Grundstücks.
- Gegenüber Bund
- −53,2 %
- Bundesmedian Wohnbauland 310 €/m²
- Rang
- 7 von 15
- Länder mit Median für Wohnbauland
- Spanne der Landkreise
- 4–900 €/m²
- Werra-Meißner-Kreis bis Darmstadt, über alle Nutzungsarten
- Nachbarland
- +45 %
- Gegenüber Niedersachsen, 100 €/m²
01 / 11Überblick+
Wie liegen die Bodenrichtwerte in Hessen?
Was der Median ist. Der ausgewiesene Wert für Wohnbauland ist ein ungewichteter Median (Zentralwert) über 9.776 amtliche Zonen. Er ist keine flächen- oder transaktionsgewichtete Größe.
Wo finden Sie BORIS Hessen, und wie fragen Sie eine Adresse ab?
Die amtlichen Bodenrichtwerte für Hessen stehen in BORIS Hessen, dem Bodenrichtwertinformationssystem der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation. Die Recherche ist gebührenfrei, und einen Ausdruck können Sie dort ebenfalls erstellen. Neu festgesetzt werden die Werte alle zwei Jahre jeweils zum 1. Januar, zuletzt zum 01.01.2026.
- Öffnen Sie die Seite von BORIS Hessen und dort das Geoportal mit der Karte.
- Geben Sie die Adresse ein oder suchen Sie das Grundstück auf der Karte.
- Lesen Sie ab, in welcher Richtwertzone das Grundstück liegt. Das Portal nennt für die Zone den Bodenrichtwert, die Nutzungsart und den Stichtag.
Den Median auf dieser Seite, 145 €/m² für Wohnbauland, berechnet Grundradar aus den amtlichen Zonenwerten zum Stichtag 01.01.2024. Das Portal zeigt bereits jüngere Werte. Die Mediane einzelner Orte finden Sie auf den Seiten der Landkreise und Gemeinden.
Einen überschlägigen Bodenwert erhalten Sie, indem Sie den Bodenrichtwert aus dem Portal mit der Fläche Ihres Grundstücks multiplizieren. Unterscheidet sich das Grundstück in einem wertbeeinflussenden Merkmal von dem Grundstück, das dem Bodenrichtwert zugrunde liegt, wird der Unterschied über einen Zu- oder Abschlag ausgeglichen. Der Grundstückswert-Rechner rechnet den Überschlag genauso, nur mit dem Median einer Nutzungsart in Hessen, und zeigt, wie weit die Werte der Richtwertzonen auseinanderliegen. Wählen Sie im Rechner die Nutzungsart Ihrer Richtwertzone, dann sehen Sie, ob ihr Bodenrichtwert über oder unter diesem Median liegt.
Wie steht Hessen im Bund da?
Der Median für Wohnbauland liegt 145 €/m², also −53,2 Prozent gegenüber dem bundesweiten Median auf derselben Grundlage von 310 €/m². Unter den 15 Ländern mit einem Vergleichswert belegt Hessen Rang 7, das 60. Perzentil dieser Reihe. Das angrenzende Niedersachsen liegt mit 100 €/m² deutlich darunter.
- Hamburg652
- Berlin610
- Bremen268
- Nordrhein-Westfalen(Nachbarland)250
- Baden-Württemberg(Nachbarland)185
- Rheinland-Pfalz(Nachbarland)150
- Hessen145
- Schleswig-Holstein140
- Brandenburg120
- Saarland105
- Niedersachsen(Nachbarland)100
- Sachsen76
- Thüringen(Nachbarland)53
- Mecklenburg-Vorpommern50
- Sachsen-Anhalt45
- Bayern(Nachbarland)kein Wert
Wie haben sich die Bodenrichtwerte entwickelt?
Im Stichtagsvergleich in Hessen sind die Bodenrichtwerte gestiegen: 2020 lag der Median noch bei 130 €/m², 2024 bei 145 €/m² (+11,5 % insgesamt).
Der Gesamtmedian wird hier stark von Acker-, Grünland- und Forstflächen geprägt; für Wohnbaugrundstücke ist die gestrichelte Linie „Median Wohnbauland“ maßgeblich.
Wo liegt mein Landkreis?
Bodenrichtwerte in Hessen unterscheiden sich regional deutlich. Der Median je Landkreis variiert zwischen 4 und 900 €/m².
Die Werte in diesem Abschnitt gelten über alle Nutzungsarten, also einschließlich Acker-, Grünland- und Waldzonen. Der Landeswert oben nennt Wohnbauland. Vergleichen Sie die Zahlen deshalb innerhalb dieses Abschnitts, nicht mit dem Wert im Seitenkopf.
| Darmstadt | 900 €/m² | 185 | 01.01.2024 |
| Offenbach am Main | 750 €/m² | 152 | 01.01.2024 |
| Wiesbaden | 750 €/m² | 351 | 01.01.2024 |
| Frankfurt am Main | 525 €/m² | 1.498 | 01.01.2024 |
| Offenbach | 400 €/m² | 811 | 01.01.2024 |
| Main-Taunus-Kreis | 280 €/m² | 649 | 01.01.2024 |
| Hochtaunuskreis | 200 €/m² | 858 | 01.01.2024 |
| Groß-Gerau | 190 €/m² | 506 | 01.01.2024 |
| Darmstadt-Dieburg | 140 €/m² | 1.034 | 01.01.2024 |
| Kassel | 120 €/m² | 318 | 01.01.2024 |
| Bergstraße | 95 €/m² | 1.427 | 01.01.2024 |
| Rheingau-Taunus-Kreis | 90 €/m² | 1.649 | 01.01.2024 |
| Gießen | 70 €/m² | 2.023 | 01.01.2024 |
| Wetteraukreis | 60 €/m² | 2.177 | 01.01.2024 |
| Lahn-Dill-Kreis | 50 €/m² | 2.089 | 01.01.2024 |
| Limburg-Weilburg | 45 €/m² | 1.573 | 01.01.2024 |
| Odenwaldkreis | 45 €/m² | 854 | 01.01.2024 |
| Marburg-Biedenkopf | 43 €/m² | 2.278 | 01.01.2024 |
| Main-Kinzig-Kreis | 40 €/m² | 1.921 | 01.01.2024 |
| Fulda | 28 €/m² | 1.584 | 01.01.2024 |
| Waldeck-Frankenberg | 27 €/m² | 1.492 | 01.01.2024 |
| Hersfeld-Rotenburg | 21 €/m² | 1.488 | 01.01.2024 |
| Kassel | 20 €/m² | 1.575 | 01.01.2024 |
| Vogelsbergkreis | 15 €/m² | 1.319 | 01.01.2024 |
| Schwalm-Eder-Kreis | 5 €/m² | 2.312 | 01.01.2024 |
| Werra-Meißner-Kreis | 4 €/m² | 1.704 | 01.01.2024 |
Gemeinde-Auswahl
Die Auswahl zeigt Gemeinden mit einem von Grundradar berechneten Bodenrichtwert-Median an beiden Enden des Vergleichs: die höchsten und die niedrigsten Werte.
3 teuerste Gemeinden
Die Liste zeigt veröffentlichte Landkreise und kreisfreie Städte. Für die exakte Entscheidung zählt anschließend die einzelne Richtwertzone.
Wie weit liegen die Richtwertzonen auseinander?
Die Klassen zeigen, wie sich die Richtwertzonen über die Preisstufen verteilen. Ziehen wenige sehr teure Lagen die Spitze nach oben, rückt der Median näher an den unteren Rand als an die Mitte der Spanne.
0,75
2,5
40
130
410
Werte in €/m².
- unter 150 €77,4 %26.426
- 150–350 €11 %3.750
- 350–700 €5,5 %1.882
- 700–1.200 €4,2 %1.421
- 1.200–2.500 €1,5 %502
- über 2.500 €0,4 %144
Rechte Spalte: Anzahl der Zonen je Klasse.
Die Klassen fassen die 34.125 Richtwertzonen zum Stichtag 01.01.2024 zusammen. Für ein einzelnes Grundstück gilt immer der Wert der konkreten Zone, nicht der Landesmedian.
Welche Nutzungsarten prägen den Median?
Bodenrichtwert-Nutzungen in Hessen: Die Kategorien sind breit verteilt; der Median beschreibt das Gesamtbild, nicht eine typische Einzellage.
Median
Was kostet der Kauf, und was die Grundsteuer?
Der Bodenrichtwert ist ein Lagewert, kein Kaufpreis. Für eine Kaufentscheidung kommen der konkrete Grundstückswert, Erwerbsnebenkosten und laufende Steuern hinzu.
Beim Kauf können Sie die Grunderwerbsteuer berechnen.
Für die laufende Steuer können Sie den Grundsteuer-Hebesatz nachschlagen.
Kein Kaufpreis. Der Bodenrichtwert beschreibt das Niveau einer Zone. Der reale Kaufpreis hängt zusätzlich von Zuschnitt, Bebaubarkeit, Erschließung und Vertragszeitpunkt ab.
Womit rechnen und prüfen Sie weiter?
Der Median ist der Einstieg. Für eine konkrete Entscheidung prüfen Sie die einzelne Zone, die Karte und die laufenden Kosten.
Für ein einzelnes Grundstück zählt der Bodenrichtwert seiner Zone. Aus ihm und der Grundstücksfläche können Sie den Grundstückswert ermitteln.
Für die räumliche Einordnung können Sie die Karte öffnen.
Werkzeuge
Was die Karte in Hessen zeigt
Jeder Link öffnet die Karte mit einer Ebene. Geben Sie dort eine Adresse ein oder klicken Sie auf ein Flurstück, um zu sehen, was die Ebene an dieser Stelle angibt.
- Bodenrichtwerte in Hessen auf der KarteMehr zur Ebene Bodenrichtwerte
- Hochwasser in Hessen auf der Karte
- Lärm in Hessen auf der KarteMehr zur Ebene Lärm
- Nettokaltmiete in Hessen auf der KarteMehr zur Ebene Nettokaltmiete
- Breitband in Hessen auf der KarteMehr zur Ebene Breitband
- Nahversorgung in Hessen auf der KarteMehr zur Ebene Nahversorgung
- Schutzgebiete in Hessen auf der KarteMehr zur Ebene Schutzgebiete
Woher stammen die Werte, und was sagen sie nicht?
Bodenrichtwert-Datenstand in Hessen: Quelle Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation, Lizenz Nutzungshinweis: kostenfreie Bereitstellung nach § 17 Abs. 4 BauGB-AV Hessen; Nachnutzung nach amtlicher Quelle.. Die Quellenangabe nennt die Bezeichnung des Datensatzes; die hier ausgewerteten Werte gelten zum Stichtag 01.01.2024. Fortgeschrieben wird mindestens alle zwei Jahre, viele Länder veröffentlichen jährlich zum 01.01. Originalquelle: BORIS Hessen.
- Quelle
- Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation
- Festsetzung
- Gutachterausschuss für Grundstückswerte
- Stichtag
- 01.01.2024
- Umfang der Auswertung
- 33.827 Zonen
- Status
- offen
- Lizenz
- Nutzungshinweis: kostenfreie Bereitstellung nach § 17 Abs. 4 BauGB-AV Hessen; Nachnutzung nach amtlicher Quelle.
- Rechtsgrundlage
- Für Hessen gilt ergänzend § 17 Abs. 4 BauGB-AV Hessen; im Übrigen sind § 193 BauGB und § 196 BauGB maßgeblich.
BORIS Hessen öffnenMethodik im Detail
Grenzen. § 196 BauGB regelt den Bodenrichtwert in Hessen. Die Auswertung bleibt eine Zonenstatistik und keine Verkehrswertermittlung für ein einzelnes Grundstück.
Häufig gesuchte Orte in diesem Bundesland
Häufige Fragen zu Bodenrichtwerten in Hessen
Wie hoch ist der Bodenrichtwert in Hessen?
Für Wohnbauland liegt der Median in Hessen bei 145 €/m² aus 9.776 Richtwertzonen (Stichtag 01.01.2024); über alle Nutzungsarten sind es 40 €/m² aus 33.827 Richtwertzonen. Der Landeswert ordnet das Preisniveau ein; für ein Grundstück zählt die Richtwertzone.
Von welchem Stichtag stammen die Werte in Hessen?
Stichtag der Bodenrichtwerte in Hessen: 01.01.2024. Aktualisiert werden sie mindestens alle zwei Jahre.
Wie unterscheiden sich Grundstückspreise innerhalb von Hessen?
Welche Landkreise in Hessen über dem Landesmedian liegen, hängt von Lage und Nutzungsarten ab. Der Spitzenkreis erreicht 900 €/m², der niedrigste 4 €/m².
Was bedeutet der Bodenpreis je Richtwertzone in Hessen?
Bodenrichtwerte in Hessen werden nach amtlicher Methodik (§ 196 BauGB, § 13 ImmoWertV) je Richtwertzone geführt. Die Nutzungsanteile beschreiben die Zonenstruktur, nicht die Ursache des Medians.
Wer veröffentlicht Bodenrichtwerte in Hessen?
Verantwortlich für die Veröffentlichung der Bodenrichtwerte in Hessen: Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation.
Darf ich die Bodenrichtwerte in Hessen weiterverwenden?
In welcher Form die Bodenrichtwerte in Hessen verfügbar sind, zeigt der Status offen. Möglich sind vier Stufen: offen, eingeschränkt, gesperrt, zurückgestellt.
Verlassen Sie sich nicht nur auf den Richtwert
Prüfen Sie Richtwert, Lage und vorliegende Risikohinweise für das konkrete Grundstück.