Grundsteuer-Hebesatz finden
In Ländern mit Bundesmodell liegt der Median der Gemeinde-Hebesätze B 2025 bei 465 %. Der Hebesatz B ist der Prozentsatz, den Ihre Gemeinde auf den Grundsteuermessbetrag anwendet. Gerechnet ist der Median über 6.208 Gemeinden mit einem gemeldeten Hebesatz B über 0 %. Für Ihre Zahlung zählt der Satz Ihrer Gemeinde, nicht der Median.
- Höchster Landesmedian
- 670 %
- Bremen, Bundesmodell
- Niedrigster Landesmedian
- 370 %
- Brandenburg, Bundesmodell
- Länder mit eigenem Modell
- 5 von 16
- eigene Bewertung, eigener Vergleich
- Gemeinden mit Hebesatz B über 0 %
- 10.727
- Datenjahr 2025, Stichtag 30.06.2025
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Bundesmodell oder Ländermodell?
Die Reform 2025 ist nicht bundeseinheitlich. Das Bewertungsverfahren für den Messbetrag unterscheidet sich je Land. Der kommunale Hebesatz bleibt überall der sichtbare Faktor auf dem Bescheid.
Elf Länder
Bundesmodell
465 %
Messbetrag aus Grundsteuerwert und Steuermesszahl. Teils mit angepasster Messzahl oder differenziertem Hebesatzrecht (§ 25, § 15 GrStG, § 220 ff. BewG).
Landesmediane von 370 % in Brandenburg bis 670 % in Bremen.
Fünf Länder
Ländermodelle
300 %
Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen und Niedersachsen bewerten eigenständig. Jede Landesseite nennt die konkrete Modellphrase.
Landesmediane von 275 % in Bayern bis 975 % in Hamburg.
Hebesätze aus den beiden Gruppen werden auf unterschiedlich berechnete Messbeträge angewandt. Ein höherer Hebesatz bedeutet über die Modellgrenze hinweg deshalb nicht die höhere Steuer.
Welches Bundesland hat welchen Hebesatz?
Grundradar berechnet für jedes Bundesland den Median aus den von Destatis veröffentlichten Gemeinde-Hebesätzen B. Wählen Sie ein Bundesland und anschließend Ihre Gemeinde.
| Modell | |||
|---|---|---|---|
| Eigene Ländermodelle | |||
| Hamburg | Hamburgisches Wohnlagenmodell | 975 % | 1 |
| Hessen | Hessisches Flächen-Faktor-Modell | 420 % | 421 |
| Niedersachsen | Niedersächsisches Flächen-Lage-Modell | 300 % | 941 |
| Baden-Württemberg | Baden-Württemberg modifiziertes Bodenwertmodell | 290 % | 1.100 |
| Bayern | Bayerisches Flächenmodell | 275 % | 2.056 |
| Bundesmodell | |||
| Bremen | Bundesmodell (Bremen: angepasste Steuermesszahl) | 670 % | 2 |
| Nordrhein-Westfalen | Bundesmodell (NRW: optional differenzierter Hebesatz B) | 664 % | 396 |
| Berlin | Bundesmodell (Berlin: angepasste Steuermesszahl) | 470 % | 1 |
| Rheinland-Pfalz | Bundesmodell (RLP: optional differenzierter Hebesatz B) | 465 % | 2.290 |
| Saarland | Bundesmodell (Saarland: angepasste Steuermesszahl) | 413 % | 52 |
| Schleswig-Holstein | Bundesmodell (SH: optional differenzierter Hebesatz) | 410 % | 1.093 |
| Sachsen-Anhalt | Bundesmodell (ST: optional differenzierter Hebesatz) | 402 % | 218 |
| Sachsen | Bundesmodell (Sachsen: angepasste Steuermesszahl) | 401 % | 418 |
| Mecklenburg-Vorpommern | Bundesmodell | 400 % | 724 |
| Thüringen | Bundesmodell | 400 % | 601 |
| Brandenburg | Bundesmodell | 370 % | 413 |
Klicken Sie eine Zeile, um zur Landesseite zu gelangen. Median und Gemeindezahl stammen aus den Realsteuerhebesätzen des Statistischen Bundesamts (Destatis), Stichtag 30.06.2025. Gezählt sind die Gemeinden mit einem gemeldeten Hebesatz B über 0 %. Die Landeswerte ergeben zusammen die 10.727 Gemeinden aus der Kennzahl oben.
Wie weit liegen die Landesmediane auseinander?
Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen und Niedersachsen ermitteln den Grundsteuermessbetrag nach einem eigenen Landesmodell, die übrigen elf nach dem Bundesmodell. Deshalb steht hier jede Gruppe für sich, jede mit dem Median ihrer eigenen Familie als Bezugslinie.
215
395
555
1.350
Werte in %.
Das getönte Band reicht vom 10. bis zum 90. Perzentil, der kräftige Strich markiert den Median, der schmale Strich den höchsten gemeldeten Wert.
Die Verteilung zählt jede Gemeinde mit einem gemeldeten Hebesatz B über 0 %, unabhängig vom Bewertungsmodell ihres Landes. Sie zeigt die Streuung der Sätze, nicht die Höhe der Steuer.
Was bedeutet der Hebesatz?
Der Hebesatz ist der kommunale Faktor der Grundsteuer. Nach § 25 GrStG setzt ihn die Gemeinde fest; das Finanzamt liefert den Grundsteuermessbetrag. Für Käufer ist vor allem die Grundsteuer B relevant, weil sie bebaute und bebaubare Grundstücke betrifft.
Für die laufende Steuer können Sie den Grundsteuer-Hebesatz nachschlagen.
Mit dem amtlichen Hebesatz und Ihrem Messbetrag können Sie anschließend die Grundsteuer berechnen.
- Messbetrag
- 100 €
- Hebesatz B
- 465 %
- Grundsteuer je Jahr
- 465 €
Das Beispiel rechnet mit dem Median der Länder im Bundesmodell. Ihren Grundsteuermessbetrag finden Sie im Grundsteuermessbescheid. Für die tatsächliche Rechnung verwenden Sie den Hebesatz B Ihrer Gemeinde.
Was ändert die Reform 2025 am Median?
Seit dem 01.01.2025 beruht der Grundsteuermessbetrag auf einer neuen Bewertung. Den Hebesatz B beschließt weiterhin die Gemeinde. Aus der Veränderung des Medians allein lässt sich deshalb nicht ablesen, ob die Jahressteuer gestiegen oder gesunken ist.
- Datenjahr 2024
- 400 %
- Stichtag 30.06.2024
- Datenjahr 2025
- 395 %
- Stichtag 30.06.2025
Diese beiden Mediane lassen sich nicht voneinander abziehen. Bis 2024 beruhte der Grundsteuermessbetrag auf dem Einheitswert, seit 2025 auf der neuen Bewertung nach Bundes- oder Landesmodell. Eine Differenz in Prozentpunkten verrechnet deshalb zwei verschiedene Größen und sagt nichts über die Jahressteuer.
Zeitachse der Reform
10.04.2018
BVerfG-Urteil
Einheitswerte verfassungswidrig (1 BvL 11/14 u.a.), die alte Bemessungsgrundlage fällt weg.
26.11.2019
Reformgesetz
Bundesmodell beschlossen, Länderöffnungsklausel verankert, Länder dürfen abweichen.
01.01.2025
Erstes Stichjahr
Neue Bewertung wirkt erstmals im Steuerbescheid, Vergleichsbruch zum Vorjahr.
Womit rechnen und prüfen Sie weiter?
Der Hebesatz B ist eine von zwei Größen der Jahressteuer. Die zweite ist der Grundsteuermessbetrag. Für eine Kaufentscheidung gehören Grundstückswert, Kaufnebenkosten und die Prüfung des eigenen Bescheids dazu.
Wenn Sie den Lagewert auf Ihr Grundstück übertragen möchten, können Sie den Grundstückswert ermitteln.
Beim Kauf können Sie die Grunderwerbsteuer berechnen.
Für die räumliche Einordnung können Sie die Karte öffnen.
Für eine erste Orientierung zu Schutzgebieten nutzen Sie die Naturschutz-Prüfung. Sie bleibt bewusst die einzelne Fachfrage zu NSG, LSG und FFH.
Werkzeuge
Häufige Fragen zum Hebesatz
Was ist der Grundsteuer-Hebesatz?
Der Hebesatz B ist der von der Gemeinde beschlossene Prozentsatz auf den Grundsteuermessbetrag. Die Jahressteuer ergibt sich aus Grundsteuermessbetrag × Hebesatz B ÷ 100. Werte über 100 % sind deshalb normal.
Wer legt den Hebesatz fest?
Die Gemeinde beschließt den Hebesatz B in ihrer Haushaltssatzung oder Hebesatzsatzung. Das Finanzamt setzt den Grundsteuermessbetrag fest. Erst beide Größen zusammen bestimmen die Jahressteuer.
Warum unterscheidet sich der Hebesatz je Gemeinde?
Jede Gemeinde setzt ihren Hebesatz eigenständig fest, abhängig von Haushaltslage und Finanzbedarf. Der höchste gemeldete Hebesatz B liegt bei 1.350 %, und schon Nachbargemeinden liegen oft weit auseinander.
Was änderte sich 2025?
Seit dem 01.01.2025 gelten neue Bewertungsgrundlagen. 11 Länder wenden das Bundesmodell an, 5 ein eigenes Ländermodell. Der Hebesatz B bleibt der von der Gemeinde beschlossene Prozentsatz auf den neu ermittelten Grundsteuermessbetrag.
Wo finde ich den Hebesatz meiner Gemeinde?
Suchen Sie Ihre Gemeinde und öffnen Sie den veröffentlichten Hebesatz B für das Datenjahr. Verbindlich ist der Satz in der Haushaltssatzung oder Hebesatzsatzung der Gemeinde. Im Grundsteuerbescheid sehen Sie den angewandten Wert.
Was ist der Unterschied zwischen Grundsteuer A, B und C?
Grundsteuer A betrifft land- und forstwirtschaftliche Betriebe, Grundsteuer B bebaute oder bebaubare Grundstücke. Grundsteuer C können Gemeinden zusätzlich für baureife unbebaute Grundstücke erheben. Für Käufer ist meist B maßgeblich.
Was ist der Grundsteuermessbetrag?
Der Grundsteuermessbetrag wird vom Finanzamt festgesetzt. Die Gemeinde berechnet daraus mit Grundsteuermessbetrag × Hebesatz B ÷ 100 die Jahressteuer. Der Zahlbetrag steht im Grundsteuerbescheid.
Wie berechne ich meine Grundsteuer?
Grundsteuer B = Grundsteuermessbetrag × Hebesatz B ÷ 100. Den Messbetrag entnehmen Sie dem Grundsteuermessbescheid. Prüfen Sie den Hebesatz B des Steuerjahres in der Haushaltssatzung oder Hebesatzsatzung Ihrer Gemeinde und übernehmen Sie beide Werte in den Grundsteuer-Rechner.
Methodik und Quellen
Destatis veröffentlicht die Gemeinde-Hebesätze B mit dem Datenstand 30.06.2025. Grundradar berechnet daraus die Mediane für die Bundesländer, für die beiden Modellfamilien und für Deutschland. Rechtsgrundlagen: § 25 GrStG, § 15 GrStG sowie § 220 ff. BewG.
- Median der Gemeinde-Hebesätze B
- 395 %10.727 Gemeinden, bebaute und bebaubare Grundstücke
- Median der Gemeinde-Hebesätze A
- 345 %10.726 Gemeinden, Land- und Forstwirtschaft
- Median der Gemeinde-Hebesätze C
- 818 %10 Gemeinden, baureife unbebaute Grundstücke
- Lizenz
- Datenlizenz Deutschland, Namensnennung 2.0 (DL-DE/BY-2.0)Nachnutzung mit Quellenangabe zulässig.
Aggregationsgrenze. In Stadtstaaten und Ländern mit wenigen veröffentlichten Gemeinde-Hebesätzen beruht der Median auf einer kleinen Zahl von Werten. Prüfen Sie deshalb zusätzlich den Hebesatz B Ihrer Gemeinde.
Der Hebesatz ist nur ein Teil der Entscheidung
Prüfen Sie das konkrete Grundstück und ordnen Sie Lage, Richtwert und vorliegende Risikohinweise ein.
Rechnen Sie Ihre Grundsteuer mit dem Hebesatz Ihrer Gemeinde.
Grundsteuer berechnen