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Stichtage 01.01.2024–01.01.202615 von 16 Ländern mit Daten

Bodenrichtwert finden – vom Bund bis zur Gemeinde

Über alle Nutzungsarten liegt der Bodenrichtwert in Deutschland im Median bei 105 €/m². Er fasst 461.179 Richtwertzonen zusammen, die 15 der 16 Bundesländer über ihr Bodenrichtwert-Informationssystem (BORIS) veröffentlichen. Für Wohnbauland reichen die Landesmediane von 45 €/m² in Sachsen-Anhalt bis 652 €/m² in Hamburg. Für ein einzelnes Grundstück gilt der Wert seiner amtlichen Richtwertzone, also wählen Sie unten Ihr Bundesland und darin den Kreis und die Gemeinde.

Bundesmedian Wohnbauland
330 €/m²
Bundesweiter Median der Wohnbauland-Zonen
Höchster Landesmedian
652 €/m²
Hamburg, Median für Wohnbauland
Niedrigster Landesmedian
45 €/m²
Sachsen-Anhalt, Median für Wohnbauland
Spanne der Länder
45–652 €/m²
Sachsen-Anhalt bis Hamburg, Median für Wohnbauland
01 / 7Bundesländer

Wie unterscheiden sich die Bundesländer?

Im Vergleich der Länder zeigen sich klare Unterschiede: Jedes Bundesland bringt seinen eigenen Median, seine eigene Zonenzahl und einen eigenen Stichtag des Gutachterausschusses mit.

Bodenrichtwerte je Bundesland
Status
Hamburgoffen528 €/m²122.39601.01.2025
Berlinoffen480 €/m²1.65101.01.2026
Bremenoffen170 €/m²55501.01.2026
Nordrhein-Westfalenoffen170 €/m²61.91601.01.2026
Niedersachsenoffen72 €/m²34.03801.01.2026
Saarlandzu Informationszwecken52 €/m²9.90301.01.2026
Baden-Württembergzu Informationszwecken45 €/m²85.62801.01.2026
Schleswig-Holsteinzu Informationszwecken45 €/m²2.50201.01.2026
Hessenoffen40 €/m²33.82701.01.2024
Sachsenzu Informationszwecken40 €/m²5.64601.01.2026
Brandenburgoffen29 €/m²16.43201.01.2026
Sachsen-Anhaltoffen25 €/m²10.59701.01.2026
Thüringenoffen25 €/m²12.72701.01.2026
Mecklenburg-Vorpommernoffen24 €/m²12.12201.01.2025
BayernNicht als offene Daten verfügbarkein offener Datenzugangkein Landesstichtag
Rheinland-PfalzMedian unter 5 €/m²zu Informationszwecken56.88601.01.2026

Klicken Sie eine Zeile, um zur Landesseite zu gelangen. Median und Stichtag stammen je Land aus dem amtlichen Bodenrichtwert-Informationssystem (BORIS).

Haben Sie ein konkretes Grundstück im Blick?Prüfen Sie Lage, Richtwert und vorliegende Risikohinweise kostenlos.

Wo ist Bauland am teuersten, wo am günstigsten?

Die Reihe vergleicht die Länder im Median für Wohnbauland, also nur über die Zonen, die für Wohnen ausgewiesen sind. Über alle Nutzungsarten fiele der Vergleich anders aus, weil in einem Flächenland Acker- und Waldzonen den Wert nach unten ziehen. Für ein Grundstück zählt weiterhin der Wert seiner Richtwertzone.

Median Wohnbauland je Bundesland · €/m²
Bundesmedian 330
  1. Hamburg652
  2. Berlin610
  3. Bremen268
  4. Nordrhein-Westfalen250
  5. Baden-Württemberg185
  6. Rheinland-Pfalz150
  7. Hessen145
  8. Schleswig-Holstein140
  9. Brandenburg120
  10. Saarland105
  11. Niedersachsen100
  12. Sachsen97
  13. Thüringen53
  14. Mecklenburg-Vorpommern50
  15. Sachsen-Anhalt45
  16. Bayernkein Wert

Für welche Länder liegen amtliche Werte vor?

Welche Bodenrichtwerte als offene Daten verfügbar sind, hängt von der jeweiligen Landesregelung ab. Status, Lizenz, Quelle und Stichtag dokumentieren wir je Bundesland gesondert.

Offen
10
Länder mit offenen Daten
Zu Informationszwecken
5
Anzeige mit Quellenverweis
Ohne offene Daten
1
kein offener Zugang

Warum fehlen einzelne Länder?

Einige Landesportale erlauben keine offene Massennutzung oder liefern Werte nur als Anzeige. Diese Länder bleiben in der Tabelle sichtbar, aber ohne erfundene Kennzahlen.

Quelle je Bundesland

Status, Lizenz und Stichtag werden pro Bundesland getrennt geführt. Rechtsverbindlich bleibt die jeweilige Originalquelle.

Über alle Nutzungsarten reichen die ausgewerteten Zonenwerte von 0,01 bis 60.000 €/m². Die Stichtage unterscheiden sich dabei je Land.

Was sagt ein Bodenrichtwert, und was sagt er nicht?

Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Wert eines Quadratmeters Boden, den der Gutachterausschuss für eine Richtwertzone festlegt. Er bezieht sich auf ein unbebautes Grundstück; den Verkehrswert eines bebauten Grundstücks ersetzt er nicht.

Der Gutachterausschuss wertet die beurkundeten Kaufverträge der vergangenen Jahre aus, fasst sie nach Lage und Nutzungsart in Zonen zusammen und setzt für jede Zone einen Quadratmeter-Lagewert fest. Rechtsgrundlage ist § 196 BauGB in Verbindung mit der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV); zuständig sind die Gutachterausschüsse nach § 192 BauGB.

Bodenrichtwert vs. Kaufpreis

Ein zonaler Lagewert beschreibt das Niveau einer ganzen Zone. Der konkrete Kaufpreis hängt zusätzlich von Zuschnitt, Bebaubarkeit, Erschließung und Vertragszeitpunkt ab.

Stichtag

Der Stichtag ist das Bewertungsdatum des Gutachterausschusses. Nach § 196 BauGB sind Bodenrichtwerte regelmäßig fortzuschreiben.

Nutzungsart

Wohnbauland, Gewerbe, Ackerflächen und Sonderflächen können sehr unterschiedliche Werte haben. Ein Gesamtmedian ist deshalb nur eine erste Orientierung.

Woher stammen die Werte, und wie entstehen sie?

Methodik. Alle Werte stammen aus den offiziellen Bodenrichtwert-Informationssystemen der Länder. Die Methodik folgt § 193 BauGB und der jeweiligen Landesregelung; bei der länderübergreifenden Aggregation berücksichtigen wir die unterschiedlichen Stichtage.

Methodik im Detail

Womit rechnen und prüfen Sie weiter?

Der Bodenrichtwert ist ein Lagewert. Für eine Kaufentscheidung gehören Grundstückswert, Steuern und das konkrete Grundstück dazu.

Wenn Sie den Lagewert auf Ihr Grundstück übertragen möchten, können Sie den Grundstückswert ermitteln.

Mit dem amtlichen Hebesatz und Ihrem Messbetrag können Sie anschließend die Grundsteuer berechnen.

Häufige Fragen zu Bodenrichtwerten

Was ist der Bodenrichtwert?

Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Lagewert eines Quadratmeters Boden, den der Gutachterausschuss nach § 196 BauGB für eine Richtwertzone festlegt. Er gilt für die gesamte Zone und ersetzt keine Wertermittlung für Ihr einzelnes Grundstück.

Wie finde ich den Bodenrichtwert für meine Gemeinde?

Bodenrichtwerte finden Sie in drei Schritten: zuerst das Bundesland, dann der Landkreis, zuletzt die Gemeinde. Pro Gemeinde finden Sie Median-Bodenrichtwert, Anzahl der Richtwertzonen, Stichtag und Quelle.

Warum unterscheidet sich der Stichtag je Bundesland?

Die Stichtage legt der zuständige Gutachterausschuss in jedem Bundesland selbst fest. Nach § 196 Abs. 1 BauGB werden Bodenrichtwerte mindestens alle zwei Jahre fortgeschrieben – in der Praxis veröffentlichen viele Länder jährlich zum 01.01., andere nur im zweijährigen Turnus.

Warum fehlen manche Bodenrichtwerte?

Bayern veröffentlicht seine Bodenrichtwerte derzeit nicht als offene Daten unter freier Lizenz – das Land arbeitet mit einem gebührenpflichtigen Modell. Baden-Württemberg erscheint dagegen zu Informationszwecken, mit Verweis auf die Quelle.

Was heißt „zu Informationszwecken“?

Diese Länder geben ihre Bodenrichtwerte zur Anzeige frei, nicht zur weiteren Nutzung. Jede weitere Verwendung folgt den Vorgaben der jeweiligen Landesquelle oder des jeweiligen Portals.

Ist der Bodenrichtwert ein Kaufpreis?

Bodenrichtwerte werden aus der Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses abgeleitet und an ein typisches Grundstück (Größe, Erschließungszustand, Geschossflächenzahl) angeglichen. Sie spiegeln das Niveau einer Zone – eine individuelle Wertermittlung durch eine sachverständige Fachkraft ersetzen sie nicht.

Vor der Preisverhandlung

Verlassen Sie sich nicht nur auf den Richtwert

Prüfen Sie Richtwert, Lage und vorliegende Risikohinweise für das konkrete Grundstück.

Was die kostenlose Grundstücksprüfung zeigt →