Grundsteuer-Hebesatz in Schleswig-Holstein
Der Median der Gemeinde-Hebesätze B in Schleswig-Holstein liegt 2025 bei 410 %. Er liegt 55 Prozentpunkte unter dem Median in den Ländern mit Bundesmodell von 465 %. Der Hebesatz B ist nicht die Höhe der Grundsteuer, sondern der Prozentsatz auf den Grundsteuermessbetrag, und verbindlich bleibt der Satz Ihrer Gemeinde. Ihre Jahressteuer ergibt sich aus Grundsteuermessbetrag × Hebesatz B ÷ 100 aus dem Bescheid; nutzen Sie dafür den Rechner.
- Gegenüber Familienmedian
- −55 Pp.
- Median der Gemeinde-Hebesätze B in den Ländern mit Bundesmodell: 465 %
- Rang
- 6 von 11
- Länder mit Bundesmodell, nach Median der Gemeinde-Hebesätze B
- Nachbarland
- +10 Pp.
- Mecklenburg-Vorpommern: 400 %
01 / 9Überblick+
Wie hoch ist der Hebesatz in Schleswig-Holstein?
Für Schleswig-Holstein weist Destatis zum Stichtag 30.06.2025 einen Landesmedian der Grundsteuer B von 410 % aus. Er beruht auf den gemeldeten Hebesätzen B. 1.093 Gemeinden melden einen Wert über 0 %. Jede Gemeinde setzt ihren eigenen Hebesatz. Für Ihren Bescheid zählt daher der Wert Ihrer Gemeinde. Der Median hilft beim Vergleich, ersetzt aber nicht den Hebesatz Ihrer Gemeinde.
Maßgeblich ist immer der Hebesatz Ihrer konkreten Gemeinde, und bei differenzierten Sätzen der Wert für Wohngrundstücke. Der Landesmedian von 410 % ist ein Orientierungswert, nicht Ihr persönlicher Satz.
Welches Modell gilt in Schleswig-Holstein?
Schleswig-Holstein nutzt das Bundesmodell mit optional differenziertem Hebesatzrecht. Der angezeigte Hebesatz B kann je nach Gemeinde den einheitlichen oder den Wohn-Grundstücks-Hebesatz abbilden; Nichtwohngrundstücke können abweichen. Rechtsgrundlage: § 25 (4) GrStG (differenzierter Hebesatz); § 220 ff. BewG (Grundsteuerwert); § 15 GrStG (Steuermesszahl).
Bewertung
Bundesmodell
Messbetrag = Grundsteuerwert × Steuermesszahl (§ 25, § 15 GrStG, § 220 ff. BewG). Der Hebesatz der Gemeinde ist der sichtbare kommunale Faktor auf dem Bescheid.
Schleswig-Holstein-Besonderheit
Differenzierte Hebesätze
Gemeinden können getrennte Hebesätze B für Wohn- und Nichtwohngrundstücke beschließen. Welcher Satz gilt, steht in der Haushaltssatzung oder Hebesatzsatzung der Gemeinde.
Welcher Kreis hat welchen Hebesatz?
Median des Hebesatzes B je Kreis und kreisfreier Stadt in Schleswig-Holstein. Die letzte Spalte zeigt die Lage zum Landesmedian von 410 %.
| Flensburg, Stadtkreisfreie Stadt, ein Hebesatz B | 953 % | 1 | +543 Pp. |
| Lübeck, Hansestadtkreisfreie Stadt, ein Hebesatz B | 575 % | 1 | +165 Pp. |
| Kiel, Landeshauptstadtkreisfreie Stadt, ein Hebesatz B | 565 % | 1 | +155 Pp. |
| Neumünster, Stadtkreisfreie Stadt, ein Hebesatz B | 529 % | 1 | +119 Pp. |
| Steinburg | 496 % | 111 | +86 Pp. |
| Schleswig-Flensburg | 488 % | 120 | +78 Pp. |
| Plön | 464 % | 85 | +54 Pp. |
| Nordfriesland | 446 % | 131 | +36 Pp. |
| Pinneberg | 442 % | 49 | +32 Pp. |
| Dithmarschen | 404 % | 110 | −6 Pp. |
| Stormarn | 398 % | 55 | −12 Pp. |
| Rendsburg-Eckernförde | 375 % | 165 | −35 Pp. |
| Segeberg | 370 % | 95 | −40 Pp. |
| Ostholstein | 349 % | 36 | −61 Pp. |
| Herzogtum Lauenburg | 346 % | 132 | −64 Pp. |
Klicken Sie eine Zeile, um zur Seite des Kreises zu gelangen. Bei kreisfreien Städten fallen Kreis und Gemeinde zusammen. Die Gemeinde-Hebesätze B stammen aus den Realsteuerhebesätzen des Statistischen Bundesamts (Destatis), Datenstand 30.06.2025. Die Mediane berechnet Grundradar.
Welche Gemeinden haben den höchsten Hebesatz B?
Grundradar vergleicht die von Destatis veröffentlichten Gemeinde-Hebesätze B in Schleswig-Holstein im Datenjahr 2025. Die Rangfolge beschreibt die Höhe der Sätze, nicht die räumliche Nähe der Gemeinden. Am unteren Ende meldet Destatis für Schleswig-Holstein keinen Hebesatz B über 0 %, deshalb steht hier keine Liste der günstigsten Gemeinden.
| Kreis oder Stadt | ||
|---|---|---|
| Höchste Hebesätze B | ||
| Flensburg, Stadt | Flensburg, Stadt | 953 % |
| Glücksburg (Ostsee), Stadt | Schleswig-Flensburg | 896 % |
| Lieth | Dithmarschen | 711 % |
| Altenholz | Rendsburg-Eckernförde | 699 % |
| Heiligenstedtenerkamp | Steinburg | 690 % |
Die Rangfolge vergleicht Hebesätze B, nicht Grundsteuerbeträge. Für Ihre Rechnung verwenden Sie den Hebesatz B Ihrer Gemeinde und den Grundsteuermessbetrag aus dem Bescheid.
Wie schneiden die Nachbarländer ab?
Schleswig-Holstein grenzt an 3 Bundesländer. Eine Abweichung in Prozentpunkten steht nur dort, wo das Nachbarland den Grundsteuermessbetrag nach demselben Modell ermittelt wie Schleswig-Holstein. Rechnet es nach einem anderen Modell, steht der Landesmedian ohne Abweichung.
| Modell | |||
|---|---|---|---|
| Hamburg | HH Wohnlagenmodell | 975 % | anderes Modell, nicht vergleichbar |
| Mecklenburg-Vorpommern | Bundesmodell | 400 % | −10 Pp. gegenüber Schleswig-Holstein |
| Niedersachsen | NI Flächen-Lage-Modell | 300 % | anderes Modell, nicht vergleichbar |
Wie steht Schleswig-Holstein im Vergleich mit den Ländern im Bundesmodell?
Mit einem Landesmedian von 410 % liegt Schleswig-Holstein unter dem Median der Länder mit Bundesmodell von 465 % aus 6.208 Gemeinden. Diese Länder ermitteln den Grundsteuermessbetrag auf demselben Weg wie Schleswig-Holstein, deshalb steht hier ihr Median und nicht der bundesweite. Werte über 100 % sind normal, denn der Hebesatz wird auf den Messbetrag angewandt und ist nicht der Steuersatz selbst.
Von Grundradar berechnete Mediane der veröffentlichten Gemeinde-Hebesätze B.
Womit rechnen und prüfen Sie weiter?
Der Hebesatz B ist eine Eingangsgröße der Jahressteuer. Zusätzlich benötigen Sie den Grundsteuermessbetrag aus dem Bescheid. Für eine Kaufentscheidung in Schleswig-Holstein gehören Grundstückswert, Kaufnebenkosten und die Prüfung des eigenen Bescheids dazu.
Häufige Fragen zu Schleswig-Holstein
Wie hoch ist der Grundsteuer-Hebesatz in Schleswig-Holstein?
Der Median der Gemeinde-Hebesätze B in Schleswig-Holstein liegt 2025 bei 410 %. Grundlage sind die Destatis-Realsteuerhebesätze.
Wie berechnet sich die Grundsteuer B in Schleswig-Holstein?
Die Jahressteuer ergibt sich aus Grundsteuermessbetrag × Hebesatz B ÷ 100. Wie der Grundsteuermessbetrag entsteht, richtet sich nach dem Bundes- oder Ländermodell.
Welcher Hebesatz gilt 2025 in Schleswig-Holstein?
Die Gemeinde-Hebesätze B stammen aus dem Datenjahr 2025. Der Destatis-Datenstand ist 30.06.2025. Für Ihren Grundsteuerbescheid zählt der Hebesatz B Ihrer Gemeinde im jeweiligen Steuerjahr.
Wer beschließt den Grundsteuer-Hebesatz in Schleswig-Holstein?
Jede Gemeinde beschließt ihren Hebesatz B in einer Haushaltssatzung oder Hebesatzsatzung.
Wie hat sich der Hebesatz in Schleswig-Holstein seit der Reform geändert?
Der Median der Gemeinde-Hebesätze B in Schleswig-Holstein lag 2024 bei 350 %, 2025 liegt er bei 410 %. Die beiden Werte lassen sich nicht voneinander abziehen: Seit 2025 trifft der Hebesatz B auf einen anders berechneten Grundsteuermessbetrag.
Was ist der Grundsteuermessbetrag in Schleswig-Holstein?
Der Grundsteuermessbetrag wird vom Finanzamt festgesetzt. Die Jahressteuer ergibt sich aus Grundsteuermessbetrag × Hebesatz B ÷ 100.
Welche Steuermesszahl gilt für Wohngrundstücke in Schleswig-Holstein?
Für Schleswig-Holstein gilt Bundesmodell (SH: optional differenzierter Hebesatz). Die Rechtsgrundlage ist § 25 (4) GrStG (differenzierter Hebesatz); § 220 ff. BewG (Grundsteuerwert); § 15 GrStG (Steuermesszahl).
Unterscheidet Schleswig-Holstein zwischen Grundsteuer A und B?
Ja. Grundsteuer A betrifft land- und forstwirtschaftliche Betriebe, Grundsteuer B betrifft bebaute und bebaubare Grundstücke.
Kann ich gegen meinen Grundsteuer-Bescheid in Schleswig-Holstein Einspruch einlegen?
Prüfen Sie, ob der Fehler im Grundsteuermessbescheid des Finanzamts oder im Grundsteuerbescheid der Gemeinde liegt. Frist und Rechtsbehelfsbelehrung stehen im jeweiligen Bescheid.
Wo finde ich den Hebesatz meiner Gemeinde in Schleswig-Holstein?
Suchen Sie Ihre Gemeinde und öffnen Sie den Hebesatz B des Datenjahres. Verbindlich ist die Haushaltssatzung oder Hebesatzsatzung der Gemeinde. Den angewandten Satz sehen Sie im Grundsteuerbescheid.
Methodik und Quellen
Datenbasis sind die Realsteuerhebesätze des Statistischen Bundesamts (Destatis) zum Stichtag 30.06.2025. Grundradar berechnet aus den von Destatis veröffentlichten Gemeinde-Hebesätzen B in Schleswig-Holstein den Landesmedian. Für Schleswig-Holstein wird die Grundsteuer B zusätzlich nach § 25 Abs. 4 GrStG, § 220 ff. BewG eingeordnet.
- Median Hebesatz B
- 410 %von Destatis gemeldete Hebesätze B
- Gemeinden mit Hebesatz B über 0 %
- 1.093Schleswig-Holstein
- 10. Perzentil der Hebesätze B
- 291 %unterstes Dezil
- 90. Perzentil der Hebesätze B
- 553 %oberstes Dezil
- Median der Gemeinde-Hebesätze A
- 333 %Land- und Forstwirtschaft
- Median der Gemeinde-Hebesätze C
- nicht gemeldetbaureife unbebaute Grundstücke
- Lizenz
- Datenlizenz Deutschland, Namensnennung 2.0 (DL-DE/BY-2.0)Nachnutzung mit Quellenangabe zulässig.
Grenze der Aussage. Der Landesmedian ist ein Orientierungswert. Die tatsächliche Steuer bestimmt der Hebesatz Ihrer Gemeinde, bei differenzierten Sätzen der Wert für Wohngrundstücke.
Der Hebesatz ist nur ein Teil der Entscheidung
Prüfen Sie das konkrete Grundstück und ordnen Sie Lage, Richtwert und vorliegende Risikohinweise ein.
Rechnen Sie Ihre Grundsteuer mit dem Hebesatz Ihrer Gemeinde in Schleswig-Holstein.
Grundsteuer berechnen