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Baugrundgutachter finden: Auswahl, Kosten & Ablauf

Bodengutachten liefern Grundlagen für Fundamente und Erdarbeiten. Wählen Sie aus 40 Städten die Liste für den Standort Ihres Vorhabens. Insgesamt sind 163 Anbieter erfasst.

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Den Baugrund vor der Fundamentplanung klären

Vor der Fundamentplanung hilft ein Baugrundgutachten, die Bauweise an Boden und Grundwasser am Gebäudestandort anzupassen. Es bewertet, welche Bodenschichten das Gebäude tragen können und wie Grundwasser auf den Bau wirkt. Bei einem Keller gehören auch Hinweise zur Baugrube und zum Umgang mit Wasser dazu. Das Büro leitet daraus eine Gründungsempfehlung ab. Sie beschreibt, wie das Haus seine Lasten in den Boden abträgt.

Schon vor dem Grundstückskauf kann eine Untersuchung helfen, den Aufwand für das geplante Haus einzuschätzen. Sie muss zum Gebäudestandort und zum Vorhaben passen. Klären Sie deshalb früh mit dem Planer, welche Angaben für die Kaufentscheidung fehlen. Eine Untersuchung auf Schadstoffe hat einen anderen Zweck und gehört nicht automatisch zu diesem Auftrag.

Verantwortlichen Gutachter und Qualifikation prüfen

Fragen Sie nach dem fachlichen Schwerpunkt und vergleichbaren Bauvorhaben. Klären Sie, wer die Untersuchungen plant und wer den fertigen Bericht verantwortet. Fragen Sie auch, wer die Ergebnisse der Bohrungen und Laborversuche für das Gebäude bewertet. Werden Bohrfirma oder Labor hinzugezogen, sollte das Angebot deren Leistungen nennen. Wichtig ist ein Gutachten mit Empfehlungen für das Gebäude, nicht allein eine Sammlung von Messwerten.

Nennt der Gutachter eine Kammermitgliedschaft, fragen Sie bei der angegebenen Ingenieurkammer nach. Die Bundesingenieurkammer verlinkt die Kammern der Länder. Eine angegebene öffentliche Bestellung und Vereidigung können Sie im bundesweiten Sachverständigenverzeichnis prüfen. Vergleichen Sie den Namen der Person und das Fachgebiet der Bestellung mit dem Auftrag. Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Stelle, die die Bestellung ausgesprochen hat. Die Aufnahme bei Grundradar belegt keine solche Qualifikation.

Ingenieurkammern der Länder finden

Öffentlich bestellte Sachverständige suchen

Untersuchungsumfang und Honorar zusammen vergleichen

Das Honorar für einen privaten Auftrag wird vereinbart. Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure nennt Orientierungswerte für geotechnische Grundleistungen. Dazu gehören das Auswerten der Untersuchungen und Empfehlungen zur Gründung. Daraus folgt kein Pauschalpreis für jedes Bodengutachten. Welche Arbeiten nötig sind, hängt vom Gebäude und den Baugrundverhältnissen ab.

Bitten Sie um ein schriftliches Angebot mit Feldarbeiten, Laborversuchen, Auswertung und Bericht. Anzahl und Tiefe der Bohrungen, Anfahrt und Umsatzsteuer sollten erkennbar sein. Halten Sie fest, wie zusätzliche Untersuchungen freigegeben und berechnet werden. So vergleichen Sie den vorgesehenen Leistungsumfang zusammen mit dem Preis.

Gebäudeplan, vorhandene Berichte und Zugang vorbereiten

Senden Sie die Grundstücksanschrift oder Flurstücksnummer und einen Lageplan mit dem vorgesehenen Gebäude. Geben Sie an, ob ein Keller geplant ist und welche Höhen vorgesehen sind. Teilen Sie außerdem bekannte Auffüllungen oder frühere Bebauung mit. Legen Sie ältere Gutachten und Bohrberichte vollständig bei, damit das Büro vorhandene Erkenntnisse einordnen kann.

Vor dem Ortstermin sind Zugang, Leitungen und nötige Zustimmungen mit dem Büro abzustimmen. Stimmen Sie Bohrungen vor dem Kauf mit dem Eigentümer und gegebenenfalls mit weiteren Nutzungsberechtigten wie Mietern ab. Vereinbaren Sie außerdem, wer Rückfragen zur Planung beantwortet und wer den vollständigen Bericht erhält.

Häufige Fragen zur Auswahl

Kann ich das Baugrundgutachten des Nachbarn übernehmen?

Ein Baugrundgutachten des Nachbargrundstücks kann Hinweise liefern, ist aber kein Nachweis für den eigenen Gebäudestandort. Legen Sie dem beauftragten Büro den vollständigen Bericht samt Lage der Untersuchungsstellen vor. Der Baugrundgutachter entscheidet, welche Erkenntnisse nutzbar sind und was für das geplante Gebäude noch untersucht werden muss.

Wer berechnet die Fundamente auf Grundlage des Bodengutachtens?

Der Tragwerksplaner plant die tragenden Teile des Hauses und berechnet auch die Fundamente. Dafür nutzt er die Angaben zum Baugrund und die Gründungsempfehlung des Baugrundgutachters. Ändern sich Lage oder Art des Gebäudes, sollte der Baugrundgutachter prüfen, ob seine Empfehlungen noch passen.

Beweist ein unauffälliges Baugrundgutachten, dass keine Altlasten vorliegen?

Ein Baugrundgutachten weist nicht automatisch Schadstofffreiheit nach. Teilen Sie eine bekannte gewerbliche Vornutzung oder verdächtige Auffüllungen bereits bei der Anfrage mit. Fragen Sie dann ausdrücklich, ob eine gesonderte Schadstoffuntersuchung erforderlich ist und wer sie übernimmt.

Reicht der am Bohrtag gemessene Grundwasserstand für einen Keller?

Ein einzelner gemessener Grundwasserstand zeigt nicht den gesamten möglichen Schwankungsbereich. Fragen Sie, auf welchen Grundlagen der Gutachter die für den Keller relevanten Wasserverhältnisse beurteilt. Die Planung braucht eine Bewertung der relevanten Wasserverhältnisse einschließlich ihrer Grenzen, nicht nur den Messwert vom Untersuchungstag.

Gibt es eine feste Zahl von Bohrungen für jedes Einfamilienhaus?

Eine feste Bohrzahl lässt sich ohne Vorhaben und Baugrundverhältnisse nicht nennen. Lassen Sie das Büro im Angebot erklären, warum es die vorgeschlagenen Untersuchungsstellen und Tiefen für dieses Gebäude vorsieht. Klären Sie auch, wie bei unerwarteten Bodenschichten weitere Untersuchungen beauftragt werden.