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Wann wird der Kaufpreis für ein Grundstück fällig?

Der Kaufpreis für ein Grundstück wird nicht automatisch am Tag der Beurkundung fällig. Der Notar sendet die Fälligkeitsmitteilung erst, sobald die im Vertrag genannten Voraussetzungen erfüllt sind; häufig zählt dazu die Auflassungsvormerkung. Eigentümer werden Sie erst später, wenn Einigung und Eintragung die Eigentumsumschreibung im Grundbuch abschließen. Der einzelne Vertrag bestimmt den genauen Zahlungstermin.

Belegt durch:Bundesnotarkammer: Kaufpreisfälligkeit§ 873 BGB§ 883 BGBgeprüft am

Aktualisiert: 16.09.20264 Quellen

Das Wichtigste im Überblick

Zuständig
Der Notar versendet die Fälligkeitsmitteilung, sobald die vertraglichen Voraussetzungen erfüllt sind. Das Grundbuchamt führt die erforderlichen Eintragungen.
Quellen: 1, 2, 4, 3
Prüfen
Fälligkeitsvoraussetzungen, Auflassungsvormerkung, Löschungsunterlagen und weitere Sicherungen im notariellen Vertrag.
Quellen: 1, 4
Unterlage
Maßgeblich sind der beurkundete Kaufvertrag und die Fälligkeitsmitteilung. Die Vormerkung sichert den Anspruch, ersetzt aber nicht die Eigentumsumschreibung.
Quellen: 1, 4
Zeitpunkt
Zahlen Sie erst nach Zugang der vertraglich vorgesehenen Fälligkeitsmitteilung. Vergleichen Sie darin Grundstück, Betrag und genannte Sicherungsvoraussetzungen.
Quellen: 1, 4
Rechtsgrundlage
§ 311b BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) verlangt die notarielle Form. § 883 BGB regelt die Vormerkung, und § 873 BGB knüpft den Rechtserwerb an Einigung und Eintragung.
Quellen: 2, 4, 3
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Wird der Kaufpreis schon mit der Beurkundung fällig?

§ 311b BGB verlangt die notarielle Form des Grundstückskaufvertrags. Die Unterschrift macht den Kaufpreis aber nicht automatisch sofort fällig. Der Vertrag legt fest, welche Sicherungen vor der Fälligkeitsmitteilung eingetreten sein müssen.

So gehen Sie vor

Wie verläuft der Weg zur Fälligkeitsmitteilung und zur Zahlung?

  1. 1Prüfen Sie die im Vertrag genannten Fälligkeitsvoraussetzungen, etwa die Auflassungsvormerkung.
  2. 2Warten Sie die Fälligkeitsmitteilung des Notars ab, bevor Sie zahlen.
  3. 3Zahlen Sie den Kaufpreis erst nach Zugang der wirksamen Mitteilung.
  4. 4Warten Sie die Eigentumsumschreibung im Grundbuch ab.
Was unterscheidet Vormerkung und Eigentumsumschreibung?

§ 883 BGB regelt die Vormerkung als Sicherung eines Anspruchs. Sie schützt damit die spätere Rechtsposition, ist aber noch kein Eigentum. Die Fälligkeitsmitteilung kann an diese und weitere Voraussetzungen anknüpfen, die im Vertrag genau beschrieben sind.

Auflassungsvormerkung und Eigentumsumschreibung im Vergleich
SchrittWirkungRechtsgrundlage
Auflassungsvormerkung4Sichert den künftigen Eigentumsanspruch, verhindert aber noch keinen Eigentumsübergang§ 883 BGB
Eigentumsumschreibung3Das Grundbuchamt trägt den Käufer erst damit als neuen Eigentümer ein§ 873 BGB
Quellen: 4, 3
Wann genau müssen Sie zahlen?

Warten Sie auf die Fälligkeitsmitteilung des Notars und vergleichen Sie Grundstück, Betrag und Voraussetzungen mit dem Vertrag. Eine allgemeine Frist aus dem Internet ersetzt die Vereinbarung nicht. Bei Unklarheiten muss die notarielle Stelle den konkreten Vertrag erklären.

Häufige Fragen

Muss der Käufer den Grundstückskaufpreis direkt beim Notartermin zahlen?

Nein. Entscheidend ist die Fälligkeitsregel im Vertrag und die spätere Fälligkeitsmitteilung. Fehlt eine dort genannte Löschungsunterlage oder Genehmigung, kann der Zahlungstermin trotz Beurkundung noch nicht erreicht sein.

Quellen: 1, 2, 4
Macht die Auflassungsvormerkung den Käufer schon zum Eigentümer?

Nein. Die Vormerkung sichert einen Anspruch. Für den Rechtserwerb am Grundstück verlangt § 873 BGB grundsätzlich Einigung und Eintragung. Eigentümer werden Sie daher nicht allein durch Zahlung oder Vormerkung.

Quellen: 4, 3

Quellen

Für die Antwort und die gekennzeichneten Fakten wurden folgende amtliche oder fachbehördliche Veröffentlichungen geprüft. Landes- und Kommunalregeln können zusätzlich gelten.

  1. 1. Bundesnotarkammer: KaufpreisfälligkeitBundesnotarkammer · geprüft am 24.08.2026

    Die Fälligkeitsmitteilung nennt die vertraglichen Voraussetzungen für die Zahlung. Einen einheitlichen Zahlungstag gibt es nicht.

  2. 2. § 311b BGBBundesministerium der Justiz und Bundesamt für Justiz · geprüft am 24.08.2026

    Ein Grundstückskaufvertrag muss notariell beurkundet werden.

  3. 3. § 873 BGBBundesministerium der Justiz und Bundesamt für Justiz · geprüft am 24.08.2026

    Ein Recht am Grundstück entsteht grundsätzlich erst durch Einigung und Eintragung.

  4. 4. § 883 BGBBundesministerium der Justiz und Bundesamt für Justiz · geprüft am 24.08.2026

    § 883 BGB regelt die Vormerkung als Sicherung eines Anspruchs. Die Auflassungsvormerkung macht den Käufer noch nicht zum Eigentümer.

Die Inhalte dienen nur der ersten Orientierung und ersetzen keine Steuer-, Rechts- oder Sachverständigenberatung.

Nächster Schritt

Grundstückskaufvertrag vorbereiten

Ordnen Sie Fälligkeitsmitteilung, Vormerkung und Eigentumsumschreibung in den gesamten Kaufablauf ein.

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