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Grunderwerbsteuer in Bremen 2026: Satz, Rechner und Kaufnebenkosten

Seit dem 01.07.2025 beträgt die Grunderwerbsteuer in Bremen 5,5 % des Kaufpreises. Bei einem Kaufpreis von 150.000 € sind das 8.250 €. Der Rechner direkt darunter ist bereits auf das Bundesland eingestellt und zeigt für Ihren Kaufpreis die Steuer samt Notar- und Grundbuchkosten.

Belegt durch:Transparenzportal BremenStand 26.09.2026

%
Notar- und Grundbuchkosten sind geschätzt. Maßgeblich ist der Kaufvertrag.
Grunderwerbsteuer · Bremen

8.250 €

5,5 % von 150.000 €
Notarkosten3,0 Gebühren nach GNotKG, mit Umsatzsteuer1.264 €
Grundbuchkosten1,5 Gebühren nach GNotKG531 €
Maklerprovisionoptionalnicht berücksichtigt
Gesamtaufwand (Kaufpreis + Nebenkosten)Nebenkosten 10.045 €, das sind +6,7 % des Kaufpreises160.045 €
Steuersatz je Bundesland – Art. 105 GG· Transparenzportal Bremen gültig seit 01.07.2025 / Transparenzportal Bremen

Welcher Satz gilt, hängt allein davon ab, in welchem Bundesland das Grundstück liegt, und nicht davon, wo Sie wohnen. Für ein Grundstück in Bremen zahlen deshalb alle Käufer denselben Satz, gleich aus welchem Bundesland sie kommen. Kaufen Sie umgekehrt in einem anderen Land, gilt dessen Satz, auch wenn Sie in Bremen wohnen.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Bremen?

In Bremen zahlen Käufer 5,5 % des Kaufpreises als Grunderwerbsteuer. Genau genommen besteuert das Finanzamt alles, was der Käufer für das Grundstück aufwendet, doch in den allermeisten Kaufverträgen ist das schlicht der vereinbarte Preis. Wer die Steuer schuldet, wann sie fällig wird und welche Käufe befreit sind, regelt das Grunderwerbsteuergesetz des Bundes für alle Länder gleich. Das Gesetz nennt einen Satz von 3,5 % (§ 11 GrEStG). Das Grundgesetz erlaubt den Ländern aber, einen eigenen Satz festzulegen, und davon hat das Land Gebrauch gemacht.

Was zur Bemessungsgrundlage zählt, Posten für Posten erklärt

Das Landesgesetz, das den Satz festlegt, heißt „Gesetz über die Festsetzung des Steuersatzes für die Grunderwerbsteuer“.

Finden Sie anderswo einen abweichenden Satz, prüfen Sie, von wann die Angabe stammt, denn vor der letzten Änderung galt in Bremen ein anderer.

Das Land hat den Satz von 5,0 % auf 5,5 % angehoben.

Was kostet ein Kauf in Bremen an Steuer, Notar und Grundbuch?

Den größten Betrag macht die Grunderwerbsteuer aus, denn sie steigt im selben Verhältnis wie der Kaufpreis. Notar und Grundbuchamt rechnen dagegen nach der Gebührentabelle des Gerichts- und Notarkostengesetzes (GNotKG) ab, deren Beträge langsamer steigen als der Kaufpreis. Je teurer der Kauf, desto kleiner ist deshalb ihr Anteil am Kaufpreis.

Was ein Kauf in Bremen bei verschiedenen Kaufpreisen an Steuer, Notar und Grundbuch kostet
200.000 €11.000 €1.553 €653 €13.205 €
300.000 €16.500 €2.267 €953 €19.719 €
500.000 €27.500 €3.338 €1.403 €32.240 €

Jeder Betrag in der Tabelle ist für sich auf volle Euro gerundet. Addiert man Steuer, Notar und Grundbuch einer Zeile, kann das Ergebnis deshalb um 1 € von der Summe in der letzten Spalte abweichen.

Notar und Grundbuch sind nach dem GNotKG aus dem Kaufpreis berechnet, mit 3,0 Gebühren samt Umsatzsteuer für den Notar und 1,5 Gebühren für das Grundbuch. Die tatsächlichen Rechnungen von Notar und Grundbuchamt können abweichen, denn was der Notar berechnet, hängt davon ab, welche Aufgaben ihm der Kaufvertrag überträgt.

Was außerdem anfallen kann, etwa eine Maklerprovision oder die Kosten einer Grundschuld für das Darlehen, erklärt der Ratgeber zu den Nebenkosten beim Grundstückskauf.

Wer zahlt die Grunderwerbsteuer, und wann ist sie fällig?

Wer zahlt die Grunderwerbsteuer, und wann ist sie fällig?

In der Praxis zahlt fast immer der Käufer, weil der Kaufvertrag ihm die Grunderwerbsteuer auferlegt. An ihn richtet das Finanzamt zunächst auch den Bescheid. Rechtlich schulden Käufer und Verkäufer die Steuer allerdings gemeinsam (§ 13 GrEStG), und das Finanzamt darf sich aussuchen, von wem es sie verlangt.

Fällig wird die Steuer einen Monat nach Bekanntgabe des Bescheids (§ 15 GrEStG). Als Eigentümer trägt das Grundbuchamt den Käufer in der Regel erst ein, wenn das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung erteilt hat (§ 22 GrEStG). Diese Bescheinigung erteilt das Finanzamt, wenn die Grunderwerbsteuer bezahlt, sichergestellt oder gestundet ist oder keine Steuer anfällt, beim gewöhnlichen Kauf also nach der Zahlung.

Steuerschuldner, Bescheid und Fälligkeit ausführlich erklärt

Wann fällt keine Grunderwerbsteuer an?

Wann fällt keine Grunderwerbsteuer an?

Keine Grunderwerbsteuer fällt nach § 3 GrEStG unter anderem an, wenn der Ehegatte oder der eingetragene Lebenspartner des Verkäufers das Grundstück kauft. Befreit sind auch Käufe unter Verwandten in gerader Linie, also zwischen Eltern und Kindern oder zwischen Großeltern und Enkeln. Stiefkinder zählen dabei wie eigene Kinder, und ebenso befreit ist ein Kauf durch den Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner eines solchen Verwandten, etwa durch die Schwiegertochter. Nicht befreit sind Käufe unter Geschwistern und zwischen Partnern, die weder verheiratet sind noch in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben.

Steuerfrei bleibt außerdem ein Kauf bis 2.500 €. Das ist eine Freigrenze und kein Freibetrag: Liegt der Preis darüber, ist er in voller Höhe steuerpflichtig.

Wann sich Grunderwerbsteuer sparen lässt, auch beim Hausbau

Gilt in Bremen überall derselbe Satz?

Gilt in Bremen überall derselbe Satz?

Ja. Der Satz ist für jedes Grundstück im Land Bremen derselbe, ob es in der Stadt Bremen oder in Bremerhaven liegt. Keine der beiden Städte kann einen eigenen Satz festlegen, denn das darf nur das Land (Art. 105 Abs. 2a GG).

Einen eigenen Hebesatz beschließt dagegen jede der beiden Städte für die Grundsteuer, die Eigentümer jedes Jahr zahlen. Mit der Grunderwerbsteuer, die einmal beim Kauf anfällt, haben diese Hebesätze nichts zu tun.

Wie liegt der Satz in Bremen im Vergleich der Bundesländer?

Wie liegt der Satz in Bremen im Vergleich der Bundesländer?

In Bremen liegt der Satz mit 5,5 % zwischen dem niedrigsten Landessatz von 3,5 % und dem höchsten von 6,5 %. Genauso hoch ist er in Hamburg und Sachsen.

Was ein anderer Landessatz bei Ihrem Kaufpreis ausmacht, sehen Sie im Rechner oben, wenn Sie dort ein anderes Bundesland wählen. Die Tabelle vergleicht den Satz mit jedem angrenzenden Land: Ein Plus in der letzten Spalte heißt, dass dort ein höherer Satz gilt als in Bremen, ein Minus, dass er niedriger ist.

Grunderwerbsteuer jedes angrenzenden Landes und ihr Unterschied zum Satz in Bremen
Niedersachsen5,0 %−0,5

Welcher Satz gilt in den anderen Bundesländern?

Grunderwerbsteuer je Bundesland

Häufige Fragen zur Grunderwerbsteuer in Bremen

Seit wann beträgt die Grunderwerbsteuer in Bremen 5,5 %?

In Bremen gilt der Satz von 5,5 % seit dem 01.07.2025. Davor lag er bei 5,0 %. Das Landesgesetz, das den Satz festlegt, heißt „Gesetz über die Festsetzung des Steuersatzes für die Grunderwerbsteuer“. Den heutigen Satz hat eine Gesetzesänderung vom 22.01.2025 eingeführt.

Gilt der Satz von 5,5 % auch für eine Eigentumswohnung in Bremen?

Ja. Für eine Eigentumswohnung gilt in Bremen derselbe Satz von 5,5 % wie für ein unbebautes Grundstück oder ein Haus. Den mitgekauften Anteil an der Instandhaltungsrücklage können Sie seit einer Änderung der Rechtsprechung nicht mehr vom Kaufpreis abziehen.

Fällt die Grunderwerbsteuer in Bremen schon beim Notartermin an?

Ja. Die Steuer entsteht, sobald der Kaufvertrag beim Notar geschlossen ist, und nicht erst mit der Eintragung im Grundbuch. Steht der Kauf noch unter einer Bedingung, etwa der Zustimmung einer Behörde, entsteht sie erst, wenn diese Bedingung eintritt (§ 14 GrEStG). Zahlen müssen Sie trotzdem erst nach dem Steuerbescheid.

Wie wird die Grunderwerbsteuer aufgeteilt, wenn zwei Personen gemeinsam ein Grundstück in Bremen kaufen?

Kaufen zwei Personen je zur Hälfte, erwirbt jede ihren Anteil für sich, und das Finanzamt setzt die Steuer in der Regel für jeden Käufer gesondert fest. Bei einem Kaufpreis von 150.000 € bekommt dann jeder der beiden einen Bescheid über die Hälfte von 8.250 €. Kauft dagegen eine Gesellschaft, bekommt sie einen einzigen Bescheid über den vollen Betrag.

Zahle ich in Bremen Grunderwerbsteuer auch auf die mitgekaufte Einbauküche?

In der Regel nicht, wenn der Kaufvertrag die Küche mit einem eigenen Wert ausweist. Was man grundsätzlich auch mitnehmen könnte, etwa Einbauküche, Sauna oder Möbel, gehört nicht zum Grundstück (§ 2 GrEStG), und auf diesen Teil des Kaufpreises fällt keine Grunderwerbsteuer an. Das Finanzamt erkennt den Abzug aber nur an, wenn der Vertrag die Gegenstände einzeln aufführt und für jeden einen Wert ansetzt, den ein Dritter nachrechnen kann. Bei einer älteren Küche ist das der Zeitwert und nicht der Neupreis.

Fällt in Bremen auch beim Kauf eines Erbbaurechts Grunderwerbsteuer an?

Ja. Das Gesetz stellt Erbbaurechte den Grundstücken gleich (§ 2 Abs. 2 GrEStG), deshalb gilt in Bremen auch für sie der Satz von 5,5 %. Besteuert wird allerdings neben dem Kaufpreis auch der Erbbauzins, und zwar mit seinem Kapitalwert: Das Finanzamt rechnet alle künftigen Jahreszahlungen auf einen einzigen Betrag um. Diesen Betrag berechnet der Rechner nicht. Maßgeblich ist die Auskunft des Finanzamts oder einer Steuerberatung.

Zahle ich in Bremen Grunderwerbsteuer, wenn ich ein Grundstück erbe oder geschenkt bekomme?

Für eine Erbschaft fällt keine Grunderwerbsteuer an, für eine Schenkung in der Regel auch nicht. Beide unterliegen stattdessen der Erbschaft- und Schenkungsteuer.

Woher stammen die Angaben?

Woher stammen die Angaben?

Der Satz in Bremen ist in der amtlichen Quelle des Landes nachzulesen. Notar- und Grundbuchkosten berechnet der Rechner nach der Gebührentabelle des GNotKG. Beide Quellen sind unten verlinkt.

Stand: Den Satz haben wir zuletzt am 26.09.2026 geprüft.

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