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Wann sollte ein Baugrundgutachten vor dem Grundstückskauf vorliegen?

Ein Baugrundgutachten sollte vor der notariellen Bindung vorliegen, wenn Tragfähigkeit, Grundwasser, Hanglage oder Gründung den Kauf beeinflussen. Boden- und Geologiekarten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) liefern dazu nur regionale Hinweise. Das Digitale Geländemodell zeigt Höhen und Neigung. Keine dieser Übersichtsdaten ersetzt eine Bohrung oder eine standortbezogene Untersuchung direkt am Bauplatz.

Belegt durch:BGR Bodenübersichtskarte 1:250.000BGR Geologische Übersichtskarte 1:250.000BKG Digitale Geländemodellegeprüft am

Aktualisiert: 16.09.20263 Quellen

Das Wichtigste im Überblick

Zuständig
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) sowie das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) liefern regionale Karten. Die Untersuchung findet am Bauplatz statt.
Quellen: 1, 3
Prüfen
Ob regionale Boden-, Geologie- und Geländedaten für die konkrete Gründungsfrage ausreichen.
Quellen: 1, 2, 3
Unterlage
Bodenübersicht, Geologische Übersichtskarte und digitales Geländemodell als Vorinformation.
Quellen: 1, 2, 3
Zeitpunkt
Vor der notariellen Bindung, wenn der Baugrund die Kaufentscheidung oder Gründung beeinflusst.
Quelle: 1
Rechtsgrundlage
Die Kartenprodukte sind fachliche Übersichtsdaten und kein standortbezogener Gründungsnachweis.
Quelle: 3
Haben Sie ein konkretes Grundstück im Blick?Die kostenlose Prüfung zeigt für Ihre Adresse Bodenrichtwert, Lage und vorliegende Risikohinweise. Verbindliche Auskünfte erteilt weiterhin die zuständige Behörde.
Was zeigen Boden- und Geologiekarten vor dem Kauf?

Die Bodenübersichtskarte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe und die Geologische Übersichtskarte beschreiben großräumige Verhältnisse. Sie helfen, die regionale Ausgangslage zu verstehen, liefern aber keine genaue Schichtenfolge unter einem einzelnen Gebäude.

Ein unauffälliger Kartenbefund ist deshalb keine Bestätigung für Tragfähigkeit oder Gründung. Die Karten ersetzen weder Bohrung noch standortbezogene Untersuchung.

So gehen Sie vor

Wie kommen Sie vom Kartenhinweis zum Baugrundbericht?

  1. 1Prüfen Sie Boden, Geologie und Geländeneigung in den regionalen Übersichtsdaten.
  2. 2Ordnen Sie ein, ob Ihr Vorhaben eine standortbezogene Gründungsfrage auslöst.
  3. 3Lassen Sie die erforderliche Untersuchung am Bauplatz fachlich planen.
  4. 4Beziehen Sie das Ergebnis vor der notariellen Bindung in die Kaufentscheidung ein.
Was zeigt das Digitale Geländemodell?

Das Digitale Geländemodell des BKG zeigt Geländehöhen und die Neigung. Damit lässt sich ein möglicher Höhenunterschied erkennen, aber kein Grundstücksaufmaß und keine Entwässerungs- oder Gründungsplanung ableiten.

Für die Kaufentscheidung müssen Sie den Kartenhinweis daher mit dem geplanten Gebäude und den örtlichen Gegebenheiten abgleichen.

Wann gehört der Baugrund vor die notarielle Bindung?

Wenn ein unklarer Baugrund die Gründung, die Entwässerung oder das Vorhaben beeinflussen kann, sollte die standortbezogene Untersuchung vor der rechtlichen Bindung vorliegen.

So stützt sich die Entscheidung auf den konkreten Bauplatz und nicht nur auf eine regionale Kartenfarbe. Die fachliche Untersuchung muss den konkreten Bauplatz und das konkrete Vorhaben berücksichtigen. Diese Standortprüfung ergänzt die acht Grundstücksrisiken, die der Ratgeber vor dem Kauf im Überblick behandelt.

Häufige Fragen

Reicht eine Bodenkarte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe für den Hausbau?

Nein. Die Bodenübersicht ist eine regionale Information. Bei unbekannter Tragfähigkeit, Grundwasserlage oder Auffüllung brauchen Sie eine standortbezogene Untersuchung am Bauplatz.

Quelle: 1
Zeigt ein digitales Geländemodell die Tragfähigkeit?

Nein. Das Digitale Geländemodell beschreibt Geländehöhen und Neigung. Ein Höhenunterschied kann auf eine Planungsfrage hinweisen, beantwortet aber weder Tragfähigkeit noch Entwässerung.

Quelle: 3
Kann das Baugrundgutachten bis nach dem Kauf warten?

Wenn der Baugrund die Gründung oder Nutzung beeinflussen kann, sollte die Untersuchung vor der notariellen Bindung vorliegen. Nach dem Kauf kann ein ungünstiger Befund zwar technisch lösbar sein, die Kostenfrage ist dann aber bereits Ihre eigene Entscheidung.

Quellen: 1, 2, 3

Quellen

Für die Antwort und die gekennzeichneten Fakten wurden folgende amtliche oder fachbehördliche Veröffentlichungen geprüft. Landes- und Kommunalregeln können zusätzlich gelten.

  1. 1. BGR Bodenübersichtskarte 1:250.000Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe · geprüft am 24.08.2026

    Die Karte gibt einen bundesweiten Überblick über Böden. Sie ersetzt weder eine Bohrung noch die Prüfung von Tragfähigkeit oder Altlasten am Bauplatz.

  2. 2. BGR Geologische Übersichtskarte 1:250.000Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe · geprüft am 24.08.2026

    Die Geologische Übersichtskarte beschreibt die oberflächennahe Geologie einer Region. Die genaue Schichtenfolge unter einem geplanten Gebäude bleibt offen.

  3. 3. BKG Digitale GeländemodelleBundesamt für Kartographie und Geodäsie · geprüft am 24.08.2026

    Das Modell zeigt Geländehöhen und Neigung. Es ersetzt weder das Aufmaß des Grundstücks noch die Entwässerungs- oder Gründungsplanung.

Die Inhalte dienen nur der ersten Orientierung und ersetzen keine Steuer-, Rechts- oder Sachverständigenberatung.

Nächster Schritt

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Die kostenlose Prüfung hilft, erste räumliche Hinweise zu sammeln, bevor eine Fachuntersuchung beauftragt wird.

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