Hochwasser und Starkregen
Sie sehen, ob das Grundstück in einer Hochwassergefahrenzone (HQ100) liegt und wie stark die Starkregenbelastung ist. Beides beeinflusst Versicherbarkeit und Baukosten.
2 Schichten für ein Grundstück.
Hochwasser
Ob die Lage in einer Zone mit 100-jährlichem Hochwasser liegt.
Grundlage sind die Hochwassergefahrenkarten der Länder, teils über die bundesweite Sammlung der Bundesanstalt für Gewässerkunde. Der Bericht prüft, ob die Fläche eines 100-jährlichen Hochwassers (HQ100) das Grundstück berührt und wie weit die nächste entfernt ist. Deckt die Karte die Lage ab und zeigt dort nichts, steht im Bericht „Kein Eintrag“. Deckt sie die Lage nicht verlässlich ab, bleibt die Frage offen.
HQ100 steht für ein Hochwasser, das in jedem Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit von einem Prozent eintritt, auch wenn das letzte erst kurz zurückliegt. Liegt das Grundstück zudem in einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet, darf dort nach dem Wasserhaushaltsgesetz nur mit einer wasserrechtlichen Ausnahmegenehmigung gebaut werden. Die Hochwasserlage beeinflusst außerdem, ob und zu welchen Bedingungen sich Elementarschäden versichern lassen.
Zeigt der Bericht eine Überschneidung, lassen Sie sich vor dem Vertragsschluss von der Wasserbehörde schriftlich bestätigen, ob das Grundstück in einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet liegt. Holen Sie außerdem ein Angebot für eine Elementarschadenversicherung ein. Verläuft die Grenze knapp am Grundstück, prüfen Sie, ob das Haus auf dem höheren Teil steht oder stehen soll.
Laut amtlicher Karte erreicht ein 100-jährliches Hochwasser das Grundstück nicht, die nächste Überflutungsfläche liegt 3,8 km entfernt.
Starkregen
Die statistische Starkregenintensität für den Standort.
Der Bericht liest aus der Starkregenstatistik KOSTRA-DWD 2020 des Deutschen Wetterdienstes, wie viel Regen am Standort in einer Stunde fallen kann. Gemeint ist ein Starkregen, wie er statistisch einmal in 100 Jahren vorkommt. Die Werte gelten jeweils für ein Feld von fünf mal fünf Kilometern. Sie sagen, wie viel Wasser kommt, aber nicht, wohin es auf dem Grundstück fließt.
Ab 40 Millimetern in einer Stunde, so viel wie bei einem kräftigen Gewitter, gibt der Bericht einen Hinweis, und ab 60 Millimetern gilt der Regen als sehr kräftig. Gefährdet sind dann vor allem Keller, Lichtschächte und Garagenzufahrten, die tiefer liegen als die Straße. Ein Wert unter 40 Millimetern ist keine Entwarnung, denn ob sich Wasser am Grundstück sammelt, hängt von Gelände, Versiegelung und Kanalisation ab.
Prüfen Sie bei der Besichtigung Keller, Lichtschächte und Abläufe unterhalb der Straßenhöhe und fragen Sie, ob eine Rückstausicherung eingebaut ist. Hat die Gemeinde eine Starkregengefahrenkarte veröffentlicht, sehen Sie dort, wo sich Wasser im Ort sammelt. Bundesweit gibt es außerdem die Hinweiskarte Starkregengefahren.
Ein 100-jährlicher Starkregen bringt hier 44,3 Millimeter in einer Stunde, mindestens so viel wie ein kräftiges Gewitter; prüfen Sie den Rückstauschutz.
Welche Datenquellen wir für die Grundstücksprüfung nutzen.
Jede Datenquelle im Prüfbereich hat einen Status: verfügbar, in Vorbereitung oder nur als Hinweis. Der Grundreport kennzeichnet diesen Status und nennt Quelle, Stichtag oder Datenstand für die Kaufprüfung.
Ob das Flurstück in einer HQ100-Gefahrenzone liegt, mit Quelle und Stichtag.
Die Hochwasserlage beeinflusst den Versicherungsschutz, Bauauflagen und den Grundstückswert.
Die statistische Bemessungsniederschlagshöhe für den Standort, bundesweit.
Starkregen trifft auch Grundstücke weit weg von Flüssen. Die Bemessung zeigt das Risiko für Keller und Entwässerung.
Prüffragen aus diesem Abschnitt.
Liegt das Grundstück in einer Hochwassergefahrenzone, und ist es noch versicherbar?
Wie hoch ist die Starkregenbelastung, und braucht es Rückstauschutz oder eine angepasste Entwässerung?
Müssen bauliche Vorsorgemaßnahmen eingeplant werden?
So steht es im Bericht.
- Nächste Überflutungsfläche3.1 Hochwasser
- 3,8 kmbei einem 100-jährlichen Hochwasser (HQ100)
- Regenmenge in einer Stunde3.2 Starkregen
- 44,3 mm100-jährlicher Starkregen nach der Statistik KOSTRA-DWD
Sie haben ein Flurstück? Lassen Sie es prüfen.
Der Grundreport ordnet Baurecht, Bodenrichtwert, Hochwasser, Altlasten und Lärm für Ihr Grundstück ein. Sie zahlen einmal, ohne Konto und ohne Abo, und lesen den Bericht rund 15 Minuten später.Sie zahlen einmal und lesen den Bericht rund 15 Minuten später.
