Baugrund, Erdbeben und Bodenbewegung
Sie erkennen, ob der Untergrund, eine Erdbebenzone, langsame Bodenbewegung, Altlasten oder früherer Bergbau zusätzliche Kosten oder Bauauflagen bedeuten.
5 Schichten für ein Grundstück.
Bodenart (BÜK200)
Die großräumige Bodenart aus der amtlichen Bodenübersichtskarte 1:200.000.
Erdbebenzone (DIN 4149)
Die normbezogene Erdbebenzone und Untergrundklasse für den Standort.
Bodenbewegung (EGMS)
Langsame Hebung oder Senkung am nächsten europäischen Messpunkt.
Altlasten
Bekannte Altlasten- oder Altstandortverdachtsflächen, wo Landesdaten vorliegen.
Altbergbau
Frühere bergbauliche Nutzung mit Senkungs- oder Tagesbruchrisiko.
Welche Datenquellen wir für die Grundstücksprüfung nutzen.
Jede Datenquelle im Prüfbereich hat einen Status: verfügbar, in Vorbereitung oder nur als Hinweis. Der Grundreport kennzeichnet diesen Status und nennt Quelle, Stichtag oder Datenstand für die Kaufprüfung.
Die großräumige Bodenart aus BÜK200 im Report-Abschnitt, bundesweit flächendeckend im Maßstab 1:200.000.
Die Bodenart deutet auf Tragfähigkeit und Versickerung hin. Sie ist ein erster Hinweis auf Gründungskosten.
Die Erdbebenzone (0 bis 3) und Untergrundklasse für den Standort, in allen 16 Ländern abgedeckt.
In Süddeutschland und am Niederrhein lösen höhere Zonen konkrete Bauauflagen aus.
Die mittlere Hebung oder Senkung in mm/Jahr am nächsten Messpunkt, aus europäischen Satellitendaten.
Anhaltende Senkung, etwa über früherem Bergbau, kann Bauschäden verursachen.
Bestätigte oder verdächtige Altlasten- und Altstandortflächen. Die Daten stammen vor allem aus Nordrhein-Westfalen. In anderen Ländern liegen je nach Datenlage weniger Angaben vor. Bodenmesspunkte und Bombentrichter sind ausgefiltert.
Eine Altlast kann Sanierungskosten im fünf- bis sechsstelligen Bereich bedeuten.
Frühere bergbauliche Gebiete, derzeit verfügbar für Sachsen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und das Saarland.
Über altem Bergbau drohen Senkungen und Tagesbrüche. Das kann ein gravierender Baumangel sein.
Prüffragen aus diesem Abschnitt.
Braucht der Untergrund ein Baugrundgutachten vor der Gründung?
Lösen Erdbebenzone oder Untergrundklasse zusätzliche Bauauflagen aus?
Deutet die Bodenbewegung auf Senkungs- oder Bergbaurisiken hin?
Sind Altlasten oder früherer Bergbau bekannt, die Sanierungskosten oder Risiken bedeuten?
Wie dieser Prüfbereich im Grundreport aussieht.
Der Beispielbericht zeigt den Bereich „Baugrund, Erdbeben und Bodenbewegung“ mit Beispielwerten und Status.
Die Beispielwerte dienen nur der Darstellung. Ihr Grundreport beruht auf den verfügbaren amtlichen Daten zum gewählten Grundstück, jeweils mit Quelle, Stichtag oder Datenstand.
Im vollständigen Grundreport steht hier die Bodenart aus BÜK200, die Erdbebenzone nach DIN 4149, die nächste EGMS-Bodenbewegungsmessung sowie Altlasten- und Altbergbau-Hinweise, jeweils mit Quelle und Stichtag und mit offenem Hinweis, wo Landesdaten dünner sind.