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Luftbelastungskarte: modellierte Jahresmittel für NO₂ und Feinstaub

Die Karte zeigt berechnete Jahresmittel 2023 für Stickstoffdioxid und Feinstaub PM2,5 in Feldern von 1 × 1 Kilometer, auch ohne örtliche Messstation. Die Werte der Europäischen Umweltagentur sind keine Messungen am Haus.

Quelle

© European Environment Agency (EEA), CC BY 4.0; interpolierte Jahresmittel 2023, modelliert, keine Messung

Datenstand

2023

Abdeckung

bundesweit

Lizenz

CC-BY 4.0

UmweltAktualisiert: 16.10.2026Autor: Lukas Brunner

Adresse auf der Karte öffnen

Wählen Sie eine Adresse aus den Vorschlägen. Die Koordinaten werden direkt übernommen.

Köln mit farbigen Rasterfeldern und einer markierten Stelle in der Innenstadt. Die offene Legende nennt für jede Farbe eine Stufe des modellierten Jahresmittels für Stickstoffdioxid in µg/m³.
Die Farben über Köln zeigen das modellierte Jahresmittel 2023 für Stickstoffdioxid, jeweils für ein Rasterfeld von 1 × 1 Kilometer. Der Wert eines Felds ist berechnet und gilt für die ganze Fläche, nicht für eine bestimmte Straße oder ein einzelnes Haus.
Karte öffnen
Das Ruhrgebiet mit farbigen Rasterfeldern und einer markierten Stelle bei Bochum. Die offene Legende nennt für jede Farbe eine Stufe des modellierten Jahresmittels für Feinstaub PM2,5 in µg/m³.
Über dem Ruhrgebiet zeigen die Farben das modellierte Jahresmittel 2023 für Feinstaub PM2,5, jeweils für ein Rasterfeld von 1 × 1 Kilometer. Jeder Wert ist berechnet, nicht an einer Station gemessen.
Feinstaub PM2,5 auf der Karte öffnen

Wobei die Karte hilft

Wobei die Karte hilft
  • Wer zwischen zwei Wohnungen wählt, vergleicht das Jahresmittel für Stickstoffdioxid und Feinstaub an beiden Adressen, auch wenn in der Nähe keine Messstation steht.
  • Wer empfindlich auf Luftschadstoffe reagiert, sieht vor dem Umzug, ob die neue Adresse in einem Feld über dem WHO-Leitwert liegt.
  • Gemeinderäte und Bürgerinitiativen sehen, in welchen Teilen ihrer Gemeinde das Jahresmittel für Stickstoffdioxid am höchsten ist.

Kartenansichten und Beispiele

Kartenansichten und Beispiele
  • Leipzig-Zentrum (Sachsen)

    In Leipzig-Zentrum sehen Sie für das ausgewählte Rasterfeld ein modelliertes Jahresmittel 2023 für Stickstoffdioxid von 14,7 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

  • Saarbrücken (Saarland)

    In Saarbrücken sehen Sie für das ausgewählte Rasterfeld ein modelliertes Jahresmittel 2023 für Stickstoffdioxid von 17,6 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

  • Bremen (Bremen)

    In Bremen sehen Sie für das ausgewählte Rasterfeld ein modelliertes Jahresmittel 2023 für Stickstoffdioxid von 17,1 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

So lesen Sie die Karte

So lesen Sie die Karte

Wählen Sie zuerst Stickstoffdioxid oder Feinstaub PM2,5 und suchen Sie dann die Adresse. Ein Klick nennt das berechnete Jahresmittel des Felds in Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Die Farben der beiden Schadstoffe stehen für unterschiedliche Stufen und Vergleichswerte.

Stickstoffdioxid (modelliert)

  • bis 10 µg/m³, nicht über dem WHO-Leitwert

    Das berechnete Jahresmittel für Stickstoffdioxid beträgt höchstens 10 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Es liegt damit nicht über dem Leitwert der Weltgesundheitsorganisation. Die Klasse ist kein Gesundheitsurteil für einzelne Bewohner.

  • über 10 bis 20 µg/m³, über dem WHO-Leitwert

    Das berechnete Jahresmittel für Stickstoffdioxid liegt über 10 und bei höchstens 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Der Leitwert der Weltgesundheitsorganisation wird damit überschritten. Die obere Klassengrenze ist kein zusätzlicher amtlicher Grenzwert.

  • über 20 bis 40 µg/m³, nicht über dem EU-Grenzwert

    Das berechnete Jahresmittel für Stickstoffdioxid liegt über 20 und bei höchstens 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Es liegt über dem Leitwert, aber nicht über dem in der Legende verwendeten Grenzwert der Europäischen Union.

  • über 40 µg/m³, über dem EU-Grenzwert

    In dieser Klasse läge das berechnete Jahresmittel für Stickstoffdioxid über 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Im dargestellten Modelljahr fällt kein Feld in diese Klasse. Die Legende zeigt also auch unbesetzte Klassen.

Feinstaub PM2,5 (modelliert)

  • bis 5 µg/m³, nicht über dem WHO-Leitwert

    Das berechnete Jahresmittel für Feinstaub PM2,5 beträgt höchstens 5 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Es liegt nicht über dem Leitwert der Weltgesundheitsorganisation für diesen Schadstoff.

  • über 5 bis 10 µg/m³, über dem WHO-Leitwert

    Das berechnete Jahresmittel für Feinstaub PM2,5 liegt über 5 und bei höchstens 10 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Der Leitwert der Weltgesundheitsorganisation wird überschritten. Die Klasse ist keine Aussage darüber, welcher Tageswert an einer bestimmten Adresse auftrat.

  • über 10 bis 25 µg/m³, nicht über dem EU-Grenzwert

    Das berechnete Jahresmittel für Feinstaub PM2,5 liegt über 10 und bei höchstens 25 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Es liegt über dem Leitwert, aber nicht über dem in der Legende verwendeten Grenzwert der Europäischen Union.

  • über 25 µg/m³, über dem EU-Grenzwert

    In dieser Klasse läge das berechnete Jahresmittel für Feinstaub PM2,5 über 25 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Auch diese Klasse kommt im Modelljahr nicht vor.

Ein Treffer nennt das berechnete Jahresmittel für den gewählten Schadstoff im Rasterfeld der Adresse.

Enthält das Modell an der Stelle keinen Wert, bleibt die dortige Belastung ungeklärt.

Fehlen für den Ort Modelldaten, ist die leere Fläche kein Beleg für unbelastete Luft.

Was die Karte nicht sagt

Was die Karte nicht sagt
  • Das Feld enthält einen gemeinsamen Flächenwert. Einzelne Straßen und Grundstücke erhalten daraus keine eigene Konzentration.
  • Die Karte zeigt Jahresmittel für 2023. Sie bildet weder die heutige Luftqualität noch einzelne Spitzen während des Jahres ab.
  • Ein berechneter Wert ersetzt keine Messung. Nach Angabe der Europäischen Umweltagentur eignen sich diese Werte nicht für die amtliche Prüfung der Grenzwerteinhaltung.
  • Die beiden dargestellten Schadstoffe sind kein vollständiges Luftgutachten. Aus niedrigen Werten lässt sich kein Gesamturteil über alle Umwelteinwirkungen am Haus ableiten.

Was Sie mit dem Ergebnis tun

Was Sie mit dem Ergebnis tun
  1. Wert und Bezugsgröße festhalten

    Notieren Sie Schadstoff, Jahresmittel, Einheit und das Jahr 2023. Kennzeichnen Sie den Wert in Ihrer Vergleichstabelle als Modellrechnung für ein Rasterfeld.

  2. Das Umfeld des Felds ansehen

    Betrachten Sie neben der Adresse auch die benachbarten Felder. Eine Wohnung an einer großen Straße und eine Wohnung im ruhigeren Teil desselben Felds erhalten hier denselben Wert. Halten Sie diese örtliche Frage für die Besichtigung fest, statt sie mit dem Flächenmittel als beantwortet zu behandeln.

  3. Mit Messstationen ergänzen

    Öffnen Sie die Luftqualitätskarte und sehen Sie sich die Art der umliegenden Stationen an. Deren gemessene Jahreswerte beziehen sich auf 2025. Vergleichen Sie deshalb zuerst Herkunft und Zeitbezug, bevor Sie aus einer Abweichung einen Fehler oder eine zeitliche Veränderung ableiten.

  4. Andere Standortfragen weiterprüfen

    Nutzen Sie die Kartenübersicht und die kostenlose Grundstücksprüfung für weitere Themen zur Adresse. Halten Sie offene Fragen aus Besichtigung, Karten und Unterlagen zusammen, damit der Flächenwert ein Befund unter mehreren bleibt.

Hintergrund

Hintergrund

Die Europäische Umweltagentur verbindet Messwerte von Stationen mit einer Berechnung zur Ausbreitung von Schadstoffen und weiteren Daten. So entstehen Flächenwerte auch dort, wo keine Station misst. Damit können Sie auch Wohnorte abseits einer Messstation vergleichen.

Nach Angaben des Umweltbundesamts ist die Stickstoffdioxidbelastung innerhalb einer Stadt nicht einheitlich und häufig an viel befahrenen Straßen am höchsten. Behalten Sie bei einer Besichtigung deshalb die genaue Lage des Hauses im Blick. Der Flächenvergleich hilft bei der Orientierung, beantwortet aber die offene Frage direkt an der Straße noch nicht.

Für Stickstoffdioxid beträgt der gesetzliche Jahresgrenzwert 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Diese rechtliche Bezugsgröße ist von einer Darstellungsgrenze innerhalb der Legende zu unterscheiden.

Für Feinstaub PM2,5 gilt seit 2015 ein gesetzlicher Jahresgrenzwert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter. Nennen Sie deshalb beim Vergleich stets Schadstoff, Einheit und Bezugswert.

Abdeckung

Abdeckung

Die Werte liegen bundesweit vor, für Städte ebenso wie für ländliche Gebiete. Wo das Modell für eine Stelle keinen Wert enthält, bleibt die Karte leer, und das ist keine Entwarnung.

Quelle

Quelle
Quelle: Stickstoffdioxid (modelliert)
© European Environment Agency (EEA), CC BY 4.0; interpolierte Jahresmittel 2023, modelliert, keine Messung
Datenstand: 2023
Quelle: Feinstaub PM2,5 (modelliert)
© European Environment Agency (EEA), CC BY 4.0; interpolierte Jahresmittel 2023, modelliert, keine Messung
Datenstand: 2023
Lizenz
CC-BY 4.0

Häufige Fragen

Was unterscheidet WHO-Leitwert und EU-Grenzwert?

Der Leitwert der Weltgesundheitsorganisation ist eine Empfehlung zum Schutz der Gesundheit, der Grenzwert ist eine rechtliche Vorgabe der Europäischen Union. Eine Zahl kann deshalb unter dem einen und über dem anderen liegen. Notieren Sie bei einer Aussage wie „über dem Wert“ immer, welcher Vergleich gemeint ist.

Warum weicht die nächste Messstation ab?

Eine Station misst an einem Punkt, etwa unmittelbar an einer verkehrsreichen Straße. Das Modell mittelt eine größere Fläche mit möglicherweise verschiedenen örtlichen Situationen. Dazu kommen die unterschiedlichen Bezugsjahre der beiden Karten. Eine Abweichung belegt deshalb noch keine zeitliche Veränderung.

Wann wurden die Modellwerte veröffentlicht?

Die Europäische Umweltagentur veröffentlichte die Werte für 2023 im Juni 2025. Veröffentlichungsjahr und Bezugsjahr sind unterschiedliche Angaben. Wenn Sie die Karte zitieren, nennen Sie für die dargestellte Belastung das Bezugsjahr 2023.

Kann ich eine neue Umgehungsstraße in den Werten erkennen?

Eine Veränderung nach dem Bezugsjahr 2023 ist in diesen Jahresmitteln nicht enthalten. Halten Sie die neue Straße deshalb als zusätzlichen örtlichen Umstand fest. Schreiben Sie ihr anhand dieser Karte weder eine Verbesserung noch eine Verschlechterung der Luft am Haus zu.

Was mache ich bei einer Adresse an einer Rastergrenze?

Öffnen Sie die angrenzenden Felder und halten Sie die genaue Position der Adresse fest. Wählen Sie nicht einfach den niedrigeren Wert als Grundstückswert aus. Die Nachbarfelder können den räumlichen Vergleich ergänzen, ohne eine Messung zwischen den Feldern zu liefern.

Wie beschreibe ich den Wert in einer Immobiliennotiz?

Schreiben Sie beispielsweise „berechnetes Jahresmittel 2023 für Stickstoffdioxid im Rasterfeld“ und ergänzen Sie den abgelesenen Wert mit Einheit. Die Formulierung „am Haus gemessen“ wäre dafür falsch. Halten Sie eigene Beobachtungen bei der Besichtigung in einer getrennten Zeile fest.

Weiterführend

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