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Liegenschaftskataster: amtliches Verzeichnis aller Flurstücke

Das Liegenschaftskataster führt Flurstücke, Lage, Größe und Nutzung und bildet die geometrische Grundlage des Grundbuchs.

Aktualisiert am 24.05.2026 · Fachlich geprüft am 24.05.2026

Definition

Das Liegenschaftskataster ist das amtliche Verzeichnis aller Flurstücke und Gebäude in Deutschland. Es führt Lage, Grenzen, Größe, Nutzung und tatsächliche Bebauung und bildet die geometrische Grundlage für das Grundbuch.

Die digitalen Inhalte werden bundesweit nach dem ALKIS-Datenmodell geführt, dem Amtlichen Liegenschaftskatasterinformationssystem. Die Liegenschaftskarte, vielen als Flurkarte bekannt, ist die kartografische Sicht auf diesen Bestand.

Rechtsgrundlage

Führung und Bereitstellung des Katasters regeln die Vermessungs- und Katastergesetze der sechzehn Bundesländer. Zuständig sind die Landesvermessungsämter sowie Kataster- oder Vermessungsbehörden auf Landes- oder Kreisebene.

Nach § 2 Abs. 2 GBO knüpft das Grundbuch an das amtliche Verzeichnis der Grundstücke an; in der Praxis ist dies das Liegenschaftskataster. Eigentümerangaben stehen jedoch nicht im Kataster, sondern im Grundbuch.

Bedeutung für Käufer

Für Käufer liefert das Kataster die belastbaren Angaben zu Flurstücksnummer, Gemarkung, Lage und Fläche. Diese Werte sollten mit Kaufvertrag, Exposé und Lageplan abgeglichen werden, bevor der Notartermin angesetzt wird.

Nutzungsart, Gebäudeumrisse und Topografie aus dem Kataster geben Hinweise auf Bebauung, Zuschnitt und mögliche Konfliktpunkte. Verbindliche Aussagen zu Baurecht oder Eigentum ersetzen diese Angaben jedoch nicht.

Verwandte Begriffe

Quellen

GrundRadar bindet Katasterdaten je Bundesland erst nach Live-Ingest und dokumentierter Lizenzprüfung ein.