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Datenstudie · Amtliche Bodenrichtwerte · Hagen

Amtliche Wohn-Bodenrichtwerte in Hagen 2016–2026: die Entwicklung nach Abzug der Inflation

BORIS NRW · 540 vergleichbare Zonen

Zwischen dem 01.01.2016 und dem 01.01.2026 stiegen die amtlichen Wohn-Bodenrichtwerte in Hagen im Median um 25,7 Prozent. Das ist die nominale Veränderung: der Wert in Euro, ohne Berücksichtigung der Kaufkraft. Real, also nach Abzug der Inflation von 31,2 Prozent im selben Zeitraum, bleibt ein Rückgang um 4,2 Prozent. Der Zuwachs blieb damit hinter der Inflation zurück: Der Median liegt nach Abzug der Inflation unter dem Wert von 2016.

20162026 nominal+25,7 %Median aus 540 Zonen
20162026 nach Abzug der Inflation-4,2 %nach Verbraucherpreisindex
20222026 nach Abzug der Inflation-6,9 %jüngerer Zeitraum

Zahlen, Tabellen und Grafiken dieser Auswertung dürfen mit der Quellenangabe „Grundradar, grundradar.de“ zitiert und abgedruckt werden. Druckfähige Dateien, die Pressemitteilung und die Namensnennungen der amtlichen Eingangsdaten stehen im Pressebereich.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die reale Zahl ist keine Differenz der beiden Prozentwerte, sondern ihr Verhältnis: Die Werte werden nicht voneinander abgezogen, sondern durcheinander geteilt. Ein Grundstück, das 2016 100 Euro wert war, ist 2026 nominal 125,7 Euro wert. Gleichzeitig kostet alles, was 2016 100 Euro gekostet hat, im Jahr 2026 bereits 131,2 Euro. 125,7 geteilt durch 131,2 ergibt einen realen Rückgang um 4,2 Prozent.

  • Unter den 27 Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen, für die dieselbe Rechnung möglich ist, liegt Hagen auf Rang 26.

  • Nicht jedes Gebiet entwickelte sich gleich. In den schwächsten zehn Prozent der Bodenrichtwertzonen stiegen die Werte um bis zu 18,6 Prozent, in den stärksten zehn Prozent stiegen sie um mindestens 38,1 Prozent. Auch am unteren Ende stiegen die Werte damit nominal. Diese Zahlen sind nominal gerechnet, die Inflation ist darin nicht abgezogen.

  • Im jüngeren Zeitraum 2022 bis 2026 beträgt die nominale Veränderung 8,7 Prozent, nach Abzug der Inflation sind es -6,9 Prozent. Nach Abzug der Inflation weist dieser Zeitraum damit in dieselbe Richtung wie der Hauptzeitraum 2016 bis 2026.

Abbildung 1 · Verlauf

Von 2011 bis 2026 stiegen die Bodenrichtwerte um 26,9 Prozent, die Verbraucherpreise um 38,4 Prozent

Der Verlauf beginnt 2011, fünf Jahre vor dem Hauptzeitraum ab 2016. Der Grund: Eine durchgehende Linie erfordert für jedes einzelne Jahr einen Wert je Bodenrichtwertzone. Das erfüllen 531 Zonen, ein anderer Bestand als die 540 Zonen des Hauptzeitraums. 2011 dient als Basisjahr mit dem Indexwert 100.
Im realen Index ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland herausgerechnet. Die veröffentlichte Kennzahl für 2011 bis 2026 beruht auf 531 Bodenrichtwertzonen und damit auf einem anderen Bestand. Das sind 94,8 Prozent aller Zonen des Jahres 2026.
Datentabelle zu dieser Abbildung
Indexwerte der Wohn-Bodenrichtwerte und der Verbraucherpreise, 2011 bis 2026. 2011 dient als Basisjahr mit dem Indexwert 100.
JahrNominalRealVerbraucherpreise
2011100100100
201210097,9102,1
201310096,3103,8
201410095,1105,2
201510095,3105
201610094,8105,5
2017104,297,2107,2
2018104,295,8108,7
2019104,294,6110,1
202010593,3112,5
2021105,692,7113,9
2022115,897,6118,6
2023115,989,9128,9
2024115,987,4132,6
2025115,985,5135,6
2026126,991,7138,4
Quelle: BORIS NRW (DL-DE Zero 2.0), Destatis-Verbraucherpreisindex; Berechnung Grundradar · Stichtag 01.01.2026 · Datenstand 29.07.2026SVGPNG

Nominal und real: Nominal stieg jede der 540 Wohnzonen in Hagen zwischen 2016 und 2026

Abbildung 2 · Zeiträume

Nach Abzug der Inflation fielen die Werte seit 2016 um 4,2 %, seit 2022 um 6,9 % und seit 2011 um 8,3 %

Die Grafik zeigt alle drei Zeiträume als Veränderungsraten, nicht als Bodenrichtwerte in Euro. Der Grund: Die Hauptkennzahl wird aus den Veränderungen jeder einzelnen Zone berechnet, nicht aus einem Euro-Durchschnitt.
Jeder Zeitraum verwendet seine eigenen Zonen: 540, 557 und 531 Zonen. Die Werte sind deshalb nicht ineinander umrechenbar.
Datentabelle zu dieser Abbildung
Veränderung der Wohn-Bodenrichtwerte in drei Vergleichszeiträumen, nominal und nach Abzug der Inflation.
ZeitraumZonenNominalRealInflation
2016–2026540+25,7 %-4,2 %+31,2 %
2022–2026557+8,7 %-6,9 %+16,7 %
2011–2026531+26,9 %-8,3 %+38,4 %
Quelle: BORIS NRW (DL-DE Zero 2.0), Destatis-Verbraucherpreisindex; Berechnung Grundradar · Stichtag 01.01.2026 · Datenstand 29.07.2026SVGPNG

Ausgewertet werden ausschließlich Wohnzonen: Flächen, die der Gutachterausschuss als Wohnbaufläche führt. Acker- und Waldflächen, Gewerbe- und Sonderflächen bleiben in jeder Zahl dieser Studie außen vor.

Ein Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für eine ganze Bodenrichtwertzone, kurz Zone, den der Gutachterausschuss aus der Kaufpreissammlung ableitet (§ 196 Abs. 1 BauGB). Er ist weder ein Kaufpreis noch der Verkehrswert eines einzelnen Grundstücks. Wofür er im Einzelnen gilt und wofür nicht, steht in der Methodik dieser Studienreihe. Wie die Kennzahl daraus berechnet wird, steht im Abschnitt Methodik am Ende dieser Seite.

Zur Einordnung des Preisniveaus: Der Median der 540 ausgewerteten Zonen lag 2016 bei 145,0 €/m² und 2026 bei 185,0 €/m². Was ein bestimmtes Grundstück kostet, lässt sich daraus nicht ableiten.

Zum Lesen der Grafik

  • Der reale Index lag in keinem Jahr über seinem Ausgangswert von 100,0 und steht im jüngsten Jahr bei 91,7. Über alle Jahre blieben die nominalen Werte hinter der Inflation zurück.
  • Für 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2018, 2019, 2024 und 2025 nennt der amtliche Datensatz für die hier verwendeten Zonen denselben Wert wie im Jahr davor, der Index verläuft dort waagerecht. Ob der Gutachterausschuss die Werte bestätigt oder für diesen Stichtag keinen neuen Beschluss gefasst hat, ist daraus nicht zu entnehmen. Die waagerechten Abschnitte sind deshalb kein Beleg für stabile Preise.

Nach Abzug der Inflation liegt der Median in Hagen 2016 bis 2026 bei -4,2 %

Die Einheit besteht aus einer einzigen Gemeinde. Deren Median liegt nominal bei +25,7 % und nach Abzug der Inflation bei -4,2 %. Ein Vergleich zwischen Gemeinden ist hier nicht möglich, weil es keine zweite gibt.

Innerhalb von Hagen: die Wohnzonen nach amtlichen Klassen, 2016 bis 2026

Für Hagen weist der ausgewertete Datensatz 3 amtliche Quellenklassen aus. Nach benannten Stadtteilen lässt sich Hagen mit diesen Daten nicht auswerten, weil die Zonen keine Stadtteilkennung tragen. Die Klassen beschreiben die amtliche Einordnung der Zonen, nicht die Stadtteile, die ein Ortskundiger kennt.

Wohn-Bodenrichtwertzonen innerhalb von Hagen, 2016 bis 2026.
Amtliche QuellenklasseZonenNominale VeränderungReale VeränderungHinweis
Ein- bis zweigeschossige Bauweise320+29,4 %-1,4 %
Misch- oder mehrgeschossige Bauweise196+22,2 %-6,8 %
Außenbereich23+90,0 %+44,8 %Ausgangsniveau 50,0 €/m²

Die Aufteilung umfasst 539 der 540 ausgewerteten Zonen. Die übrige Zone trägt in den beiden Jahren nicht dieselbe amtliche Klasse und bleibt deshalb außerhalb dieser Tabelle.

In der Klasse „Ein- bis zweigeschossige Bauweise“ stiegen die Werte nominal um 29,4 Prozent.

In der Klasse „Misch- oder mehrgeschossige Bauweise“ stiegen die Werte nominal um 22,2 Prozent.

In der Klasse „Außenbereich“ stiegen die Werte nominal um 90,0 Prozent.

Außenvergleich: Hagen und die angrenzenden Einheiten, 2016 bis 2026

Abbildung 3 · Einordnung

Die 2 vergleichbaren Nachbarn reichen von +35,1 bis +81,8 Prozent, Hagen liegt bei +25,7 Prozent

Nominale Veränderung im Hauptzeitraum 2016 bis 2026. Verglichen werden Kreise und kreisfreie Städte mit denselben Stichtagen und ausreichender Abdeckung; die kreisfreien Städte sind als solche gekennzeichnet.
Hagen liegt auf Rang 26 von 27 geeigneten Einheiten in Nordrhein-Westfalen, deren Median +58,8 % beträgt. Über alle 48 Vergleichseinheiten ist es Rang 45 bei einem Median von +57,5 %. Märkischer Kreis und Unna bleiben unberücksichtigt, weil sich zu wenige ihrer Zonen über beide Stichtage verfolgen lassen.
Datentabelle zu dieser Abbildung
Nominale Veränderung der Wohn-Bodenrichtwerte in Hagen und bei den vergleichbaren Nachbarn, 01.01.2016 bis 01.01.2026.
Kreis oder kreisfreie StadtZonenNominal
Dortmund (Stadt)632+81,8 %
Ennepe-Ruhr-Kreis650+35,1 %
Hagen (Stadt)540+25,7 %
Quelle: BORIS NRW (DL-DE Zero 2.0), Destatis-Verbraucherpreisindex; Berechnung Grundradar · Stichtag 01.01.2026 · Datenstand 29.07.2026SVGPNG

An Hagen grenzen 4 Kreise und kreisfreie Städte, doch nur 2 davon erfüllen die Vergleichskriterien. Darunter ist die kreisfreie Stadt Dortmund.

  • Gebiete, die sich nur in einem einzigen Punkt berühren, zählen nicht als Nachbarn. Für Märkischer Kreis und Unna liegen zu wenige durchgehend vergleichbare Zonen vor. Von ihren Zonen des Startjahrgangs lassen sich nur 55,8 Prozent und 3,2 Prozent bis zum Ende verfolgen; wir setzen 80,0 Prozent voraus. Diese Zahlen geben an, welcher Anteil der Zonen sich über beide Stichtage verfolgen lässt, und keine Preisveränderungen.
  • Mit +25,7 % liegt Hagen unter der Entwicklung aller vergleichbaren Nachbarn.
  • Unter den 27 geeigneten Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen liegt Hagen auf Rang 26 von 27. Der Median dieser 27 Einheiten beträgt +58,8 % und liegt damit 33,1 Prozentpunkte höher.
  • Im Vergleich über alle 48 geeigneten Einheiten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen belegt Hagen Rang 45; der Median dieser Einheiten beträgt +57,5 %.
  • Ein Rang ist nur auf rund 1,1 Prozentpunkte genau: Erst ab diesem Abstand unterscheiden sich zwei Einheiten tatsächlich; kleinere Abstände können allein aus dem Zuschnitt ihrer Zonen folgen. Eine der 27 geeigneten Einheiten in Nordrhein-Westfalen liegt so nah an Hagen, dass sich der Unterschied nicht sicher messen lässt. Gegenüber dieser Einheit sagt der Rangunterschied nichts über einen tatsächlichen Unterschied aus.
  • Den höchsten Wert dieser Vergleichsgruppe weist Dortmund mit +81,8 % aus. Er stützt sich auf 632 Zonen und 87,8 Prozent Abdeckung und beruht damit nicht auf einer dünnen Datenlage.
  • Ein Bundeswert wird daraus nicht abgeleitet, weil nicht alle Länder vergleichbare offene Jahrgänge bereitstellen.

Was diese Auswertung in Hagen nicht zeigt

  • Ein Bodenrichtwert gilt für die ganze Bodenrichtwertzone und nicht für ein einzelnes Grundstück. Die 540 hier ausgewerteten Zonen in Hagen sind so abgegrenzt, dass die lagebedingten Wertunterschiede zwischen den Grundstücken und dem gedachten Bodenrichtwertgrundstück grundsätzlich nicht mehr als 30 Prozent betragen (§ 15 Abs. 1 Satz 2 ImmoWertV). Zwischen zwei Grundstücken derselben Zone kann der Abstand größer ausfallen, und eine Obergrenze für die Abweichung eines bestimmten Grundstücks folgt daraus nicht. Den Zustand der Gebäude bildet der Wert nicht ab, weil er sich auf ein unbebautes Grundstück bezieht. Für welche Flächen innerhalb einer Zone er ausdrücklich nicht gilt, steht in der Methodik dieser Studienreihe.
  • Die Studie wertet von den Gutachterausschüssen ermittelte und beschlossene Bodenrichtwerte aus, keine einzelnen Kaufverträge. Deshalb kann sie nicht feststellen, welche Verkäufe oder welche Entscheidungen der Gutachterausschüsse eine Veränderung ausgelöst haben. Auch Inflation, Zinsen, Baulandangebot, Nachfrage und lokale Planung werden nicht als Ursachen getrennt.
  • Wir bilden den Median über alle eingeschlossenen Zonen; jede Zone zählt dabei gleich viel. Große und kleine Zonen sowie Zonen mit vielen oder wenigen Grundstücken erhalten dasselbe Gewicht. Überprüfen lässt sich diese Gewichtung hier nicht, weil die Auswertung nur eine Gemeinde umfasst.
  • Der Vergleich mit anderen Kreisen ist auf 2016 und 2026 sowie kompatible Datenbestände beschränkt. Die 48 geeigneten Einheiten aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bilden daher keine vollständige Bundesstichprobe.
Methodik, Quellen und Presse

Methodik, Quellen und Presse

Welche Zonen als Wohnzonen gelten

Die Länder benennen die Nutzung einer Bodenrichtwertzone unterschiedlich. Vor der Auswertung ordnen wir diese Angaben zehn einheitlichen Klassen zu und schließen davon allein die Nutzung „wohnen“ ein, also die Zonen, deren amtliche Art der Nutzung dem Wohnen zugeordnet ist. Welche amtliche Nutzungsangabe in welche der zehn Klassen fällt, steht vollständig im veröffentlichten Methodik-Datensatz zu dieser Auswertung.

Entwicklungszustand: im Datensatz nicht enthalten
Der offene Datensatz aus Nordrhein-Westfalen, den diese Auswertung verarbeitet, führt dieses Merkmal nicht mit. Ob eine dem Wohnen zugeordnete Zone baureifes Land, Rohbauland oder Bauerwartungsland ist, lässt sich hier nicht ablesen; die Auswertung trennt diese Entwicklungszustände deshalb nicht. Welche vier Entwicklungszustände § 3 ImmoWertV unterscheidet und was § 3 Abs. 5 ImmoWertV daneben als sonstige Flächen führt, steht in der Methodik dieser Studienreihe.
Beitragsrechtlicher Zustand: im Datensatz nicht enthalten
Für baureifes Land ist er zusätzlich zum Entwicklungszustand und zur Art der Nutzung darzustellen (§ 16 Abs. 2 ImmoWertV). Im offenen Datensatz steht er nicht; ob die genannten Werte erschließungsbeitragsfrei oder -pflichtig gelten, weisen wir deshalb nicht aus.
Länder, die den Entwicklungszustand mitliefern
Dort prüfen wir ihn vor der Art der Nutzung, und Bauerwartungs- sowie Rohbauland bleiben außen vor.

Auswahl

Ausgangsbestand ist der aus den amtlichen Jahrgängen aufgebaute BORIS-NRW-Datenbestand. Im Reproduktionsdatensatz trägt er den Namen public.bodenrichtwerte_de. Eingeschlossen wird eine Zone, wenn sie alle vier Bedingungen erfüllt:

  • Jahrgang zwischen 2011 und 2026
  • Kreis-Code 05914
  • auf „wohnen“ vereinheitlichte Art der Nutzung
  • positiver Bodenrichtwert
Geeignete Zonen 2016
542
Geeignete Zonen 2026
560
Davon vergleichbar
540 Zonen, die an beiden Stichtagen dieselbe Nummer tragen
Abdeckung
99,6 Prozent bezogen auf 2016, 96,4 Prozent bezogen auf 2026
Veröffentlichte Abdeckung
96,4 Prozent, der niedrigere der beiden Werte

Hauptkennzahl

Vergleichsgruppe
Die 540 Wohnzonen, die 2016 und 2026 dieselbe Nummer tragen. Gemeint ist die Nummer, unter der der Gutachterausschuss die Zone führt, ergänzt um den Gemeinde- und den Gemarkungsschlüssel, damit gleiche Nummern verschiedener Gemeinden nicht verwechselt werden; wir nennen sie im Folgenden die kanonische Zonenkennung.
Hauptkennzahl
Der Median der Veränderungen dieser Zonen. Für jede Zone berechnen wir, um wie viel Prozent ihr Bodenrichtwert zwischen 2016 und 2026 gestiegen oder gefallen ist; der mittlere dieser 540 Werte ist die Hauptkennzahl. Bei +25,7 % veränderte sich die eine Hälfte der Zonen stärker und die andere schwächer.
änderung_z = (wert_2026 / wert_2016 - 1) × 100
hauptwert = Median(änderung_z)

Jede Zahl dieser Auswertung vergleicht damit eine Bodenrichtwertzone mit sich selbst. Ein direkter Vergleich der beiden Preisniveaus würde etwas anderes messen: Zwischen den beiden Stichtagen sind 20 Zonen neu hinzugekommen und 2 weggefallen. Er würde diesen Wechsel mitzählen und damit auch messen, welche Gebiete neu dazugekommen und welche verschwunden sind, statt allein die Wertentwicklung. Das hat drei Folgen:

  • Jeder Zeitraum verwendet seine eigenen Zonen.
  • Die Ergebnisse der Zeiträume lassen sich nicht ineinander umrechnen.
  • Die beiden Medianwerte in Euro je Quadratmeter ergeben nicht die Hauptkennzahl.

Die inflationsbereinigte Veränderung wird ebenfalls für jede Zone vor der Medianbildung berechnet. Wir verwenden die nationalen Verbraucherpreisindex-Januarwerte, weil sie über alle Jahre gleich erhoben werden und keine regionalen Brüche enthalten. Sie sind auf 2020 als Basisjahr mit dem Indexwert 100 bezogen.

Die Überprüfung vergleicht sonst zwei Rechenwege: den Median über alle Zonen und den Median der Gemeindewerte. Beide Wege führen hier auf dieselbe Zahl, weil nur eine Gemeinde vorliegt; der Vergleich prüft deshalb nichts und entfällt.

Alle Wohnzonen je Stichtag

Die Hauptkennzahl beschreibt die Vergleichsgruppe: nur für sie lässt sich überhaupt eine Veränderung je Zone messen. Diese Tabelle beschreibt einen anderen Bestand: alle geeigneten Wohn-Bodenrichtwertzonen, die zum jeweiligen Stichtag geführt wurden.

Median und Anzahl aller geeigneten Wohn-Bodenrichtwertzonen je Stichtag.
StichtagMedianVorhandene Zonen
01.01.2016145,0 €/m²542
01.01.2017150,0 €/m²546
01.01.2018150,0 €/m²547
01.01.2019150,0 €/m²547
01.01.2020155,0 €/m²546
01.01.2021155,0 €/m²556
01.01.2022165,0 €/m²558
01.01.2023165,0 €/m²558
01.01.2024165,0 €/m²557
01.01.2025165,0 €/m²557
01.01.2026185,0 €/m²560
  • Das Preisniveau nennt die Bodenrichtwert-Übersicht für Hagen.
  • Für 2016 nennen beide Auswertungen denselben Median von 145,0 €/m²; das ist möglich, obwohl beide Auswertungen andere Zonen umfassen, und kein Widerspruch.
  • Die beiden Stichtagsmedianwerte dieser Tabelle ergeben ins Verhältnis gesetzt nicht die Hauptkennzahl, weil diese aus den Veränderungen jeder einzelnen Zone berechnet wird.

Verteilung der Zonenveränderungen

Verteilung der Zonenveränderungen im Hauptzeitraum 2016 bis 2026.
Anteil der ZonenNominale Veränderung
Die schwächsten zehn Prozent bis+18,6 %
Das schwächste Viertel bis+22,2 %
Die Mitte (Median)+25,7 %
Das stärkste Viertel ab+31,0 %
Die stärksten zehn Prozent ab+38,1 %

Nominal stieg jede Zone der Vergleichsgruppe. 133 Zonen stiegen stärker als die Inflation, 407 schwächer.

Siedlungs- und Dichtekontext

Median der Zonenveränderungen je amtlicher Quellenklasse des Datenmodells, nominal und nach Abzug der Inflation.
Amtliche KlasseZonenNominale VeränderungReale VeränderungHinweis
Ein- bis zweigeschossige Bauweise320+29,4 %-1,4 %
Misch- oder mehrgeschossige Bauweise196+22,2 %-6,8 %
Außenbereich23+90,0 %+44,8 %Ausgangsniveau 50,0 €/m²

Die Tabelle umfasst 539 der 540 Zonen der Vergleichsgruppe. Die übrigen tragen in den beiden Jahren nicht dieselbe amtliche Klasse und lassen sich deshalb keiner Zeile eindeutig zuordnen.

Veröffentlicht wird eine Auswertung erst ab 20 vergleichbaren Zonen. Diese Auswertung beruht auf 540 Zonen.

„Außenbereich“ ist die Klasse 6 des amtlichen Merkmals FARBE: Zonen außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile, für die § 35 BauGB gilt. Ein allgemeines Bauverbot ist der Außenbereich damit nicht. Welche Vorhaben dort ohne Weiteres zulässig sind (§ 35 Abs. 1 BauGB) und welche nur im Einzelfall (§ 35 Abs. 2 BauGB), zählt die Methodik dieser Studienreihe auf.

Über die übrigen Zonen sagt die Klasse nichts, insbesondere nicht, ob sie „städtisch“ wären.

Abdeckung und Kontinuität

Kontinuität der Wohnzonen zwischen 2016 und 2026.
KategorieZonen
Exakte kanonische Treffer540
Stabile amtliche Zonenkennung bei veränderten Teilkennungen0
Neue amtliche Zonen20
Entfallene amtliche Zonen2
Nicht zugeordnete Zonen zwischen 01.01.2016 und 01.01.202622

Ein Fall, in dem die Nummer des Gutachterausschusses gleich blieb, während sich die Zahl der Teilbereiche änderte, trat in dieser Auswertung nicht auf.

Neue oder entfallene Zonen sowie unsichere Ähnlichkeitszuordnungen bleiben außerhalb der Hauptauswertung.

Vergleichskreise

Über die Veröffentlichung einer Kreisauswertung entscheiden diese Schwellen:

  • mindestens 20 übereinstimmende Zonen
  • Abdeckung in beiden Randjahren mindestens 80,0 Prozent
  • mindestens 5 vertretene Gemeinden; für kreisfreie Städte gilt diese Bedingung nicht

Geprüft haben wir die Jahrgänge aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen; die Kriterien erfüllt haben Einheiten aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Quellen und Lizenz

Die eigenständigen Ableitungen und Grafiken von Grundradar stehen unter CC BY 4.0 mit Quellenangabe „Grundradar, grundradar.de“. Rechte und Namensnennungspflichten der amtlichen Eingangsdaten bleiben davon unberührt.

Prüfsummen und Datenstand

Stichtag der ausgewerteten Werte: 01.01.2026. Abgerufen wurden die Daten am 29.07.2026.

Die vollständigen ausgewerteten Recheneingaben stehen im Reproduktionsdatensatz, erzeugt mit Extraktor-Version 2. Er enthält:

  • alle jährlichen Zielzeilen dieses Kreises
  • die Rohdaten der Randjahre
  • Gemeinde- und Nachbarschaftsdaten
  • die verwendeten Verbraucherpreisindex-Werte

Die Einordnungszeilen aller Kreise der 3 geprüften Länder stehen als gemeinsame Vergleichsdatei bereit. Maschinenlesbare Kennzahlen, Quellenangaben und Prüfergebnisse stehen im JSON-Download. Die 540 Hauptzeilen mit den Stichtagen 01.01.2016 und 01.01.2026 stehen im CSV-Download.

Prüfsummen (SHA-256)
Datenmodell BORIS NRW, Version 4.2
74637275c6ff1a0b3f33cae3d6747c8bf46bec23c8c024239b63105040e4a6ec
Destatis-Arbeitsmappe (Verbraucherpreisindex)
8c728e44fa400d762009fa34507a34e1fee3947641d2579484d7d040763b11f4
Reproduktionsdatensatz dieses Kreises
a03d621f411ae85632bcc2d718f2d7caa9df9d4069e1488ab188d7fd1c3128b8
Gemeinsame Vergleichsdatei
2b3da448af62e7435682ae852cd20f379a01355e0845d0def20a19bd8f2ac6ed
Zitieren als: Grundradar (2026): Amtliche Wohn-Bodenrichtwerte in Hagen 20162026: die Entwicklung nach Abzug der Inflation. Datenstand 29.07.2026. https://grundradar.de/recherche/bodenrichtwert-entwicklung/nordrhein-westfalen/hagen-2016-2026
Kontakt: presse@grundradar.de · Lizenz eigenständiger Grundradar-Grafiken: CC BY 4.0 · Eingangsdaten unter ihren jeweiligen amtlichen Lizenzen

Die Begriffe dieser Studie

Bodenrichtwert
Der durchschnittliche Lagewert für den Boden einer ganzen Zone, den der Gutachterausschuss aus den Kaufpreisen ableitet. Er ist kein Kaufpreis und nicht der Wert eines einzelnen Grundstücks.
Bodenrichtwertzone, kurz Zone
Ein Gebiet, das nach Art und Maß der Nutzung weitgehend übereinstimmt. Innerhalb einer Zone gilt derselbe Bodenrichtwert.
Gutachterausschuss
Das unabhängige Gremium, das die Bodenrichtwerte ermittelt und beschließt. Wie eine einzelne Zone zugeschnitten ist und warum, kann nur seine Geschäftsstelle erläutern.
Stichtag
Der Tag, für den ein Bodenrichtwert gilt. Diese Auswertung vergleicht den 01.01.2016 mit dem 01.01.2026.
Median
Der mittlere aller Werte. Ordnet man die Zonen nach ihrer Veränderung, steht er genau in der Mitte: Ebenso viele Zonen liegen darüber wie darunter. Ein einzelner Ausreißer verschiebt ihn nicht.
nominal und real
Nominal ist die Veränderung, wie sie im Bodenrichtwert steht. Real ist dieselbe Veränderung nach Abzug der Inflation.
Vergleichsgruppe
Die 540 Zonen, die sich über beide Stichtage verfolgen lassen. Nur für sie lässt sich überhaupt eine Veränderung je Zone messen.
Abdeckung
Der Anteil der Zonen eines Stichtags, der sich bis zum zweiten Stichtag verfolgen lässt. Für den Vergleich zwischen Kreisen setzen wir 80,0 Prozent voraus.
Hauptzeitraum, jüngerer Zeitraum, langer Zeitraum
Die drei Vergleiche dieser Studie: 2016 bis 2026, 2022 bis 2026 und 2011 bis 2026. Jeder verwendet seine eigenen Zonen, deshalb rechnen wir sie nicht ineinander um.