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Pressebereich · Datenstudie

Bodenrichtwerte in Hagen: nominal +25,7 Prozent, nach Abzug der Inflation -4,2 Prozent

Text, Zahlen und Grafiken sind zur redaktionellen Verwendung freigegeben. Alle Angaben stammen aus derselben Berechnung wie die Studie.

540 vergleichbare Wohnzonen·20162026·Datenstand 29.07.2026·presse@grundradar.de
2016–2026 nominal+25,7 %Median aus 540 Zonen
2016–2026 nach Abzug der Inflation-4,2 %nach Verbraucherpreisindex
2022–2026 nach Abzug der Inflation-6,9 %jüngerer Zeitraum

Honorarfreie Grafiken

  • Jede Grafik nennt Quelle, Zeitraum und Zonenzahl bereits im Bild.
  • Die PNG-Dateien sind 2.400 Pixel breit und damit für den Druck geeignet.
  • Die SVG-Dateien lassen sich ohne Qualitätsverlust vergrößern und verkleinern.
Verlauf seit 2011

Von 2011 bis 2026 stiegen die Bodenrichtwerte um 26,9 Prozent, die Verbraucherpreise um 38,4 Prozent

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Drei Vergleichszeiträume

Nach Abzug der Inflation fielen die Werte seit 2016 um 4,2 %, seit 2022 um 6,9 % und seit 2011 um 8,3 %

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Vergleich mit den Nachbarn

Die 2 vergleichbaren Nachbarn reichen von +35,1 bis +81,8 Prozent, Hagen liegt bei +25,7 Prozent

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Pressemitteilung

Zum Abdruck freigegeben

Die amtlichen Wohn-Bodenrichtwerte in Hagen sind zwischen 01.01.2016 und 01.01.2026 im Median um 25,7 Prozent gestiegen. Nach Abzug der Inflation von 31,2 Prozent bleibt davon ein Rückgang um 4,2 Prozent. Der Zuwachs blieb damit hinter der Inflation zurück: Der Median liegt nach Abzug der Inflation unter dem Wert von 2016.

Hagen lag auf Rang 26 von 27 und damit im unteren Quartil von Nordrhein-Westfalen. Im Nachbarschaftsvergleich liegt Hagen nominal hinter Dortmund und Ennepe-Ruhr-Kreis.

Der jüngste amtliche Jahrgang trägt den Stichtag 01.01.2026. Damit liegt in Hagen ein abgeschlossener Vergleich zwischen 01.01.2016 und 01.01.2026 vor.

Die Auswertung umfasst 540 vergleichbare Wohn-Bodenrichtwertzonen in Hagen. Im Median veränderte sich der Bodenrichtwert je Zone nominal um +25,7 Prozent. Nominal stiegen alle 540 Zonen. 133 Zonen lagen über der Inflation, 407 Zonen blieben hinter der Inflation zurück.

Der Verbraucherpreisindex für Deutschland stieg zwischen 01.01.2016 und 01.01.2026 um 31,2 Prozent. Nach Abzug der Inflation ergibt sich im Median ein Rückgang um 4,2 Prozent. Die reale Zahl ist keine Differenz der beiden Prozentwerte, sondern ihr Verhältnis: Die Werte werden nicht voneinander abgezogen, sondern durcheinander geteilt. Ein Grundstück, das 2016 100 Euro wert war, ist 2026 nominal 125,7 Euro wert. Gleichzeitig kostet alles, was 2016 100 Euro gekostet hat, im Jahr 2026 bereits 131,2 Euro. 125,7 geteilt durch 131,2 ergibt einen realen Rückgang um 4,2 Prozent.

Die Einheit besteht aus einer einzigen Gemeinde. Eine Verteilung zwischen Gemeinden gibt es deshalb nicht. Hagen bringt 540 vergleichbare Zonen in die Auswertung ein, und dort ergibt sich nach Abzug der Inflation ein Rückgang um 4,2 Prozent.

Im jüngeren Zeitraum 2022 bis 2026 stiegen die Wohn-Bodenrichtwerte nominal um 8,7 Prozent. Dieser Zeitraum umfasst 557 Zonen. Nach Abzug der Inflation ergibt sich ein Rückgang um 6,9 Prozent, und 507 Zonen blieben hinter der Inflation zurück.

Über den langen Zeitraum 2011 bis 2026 stiegen die Wohn-Bodenrichtwerte nominal um 26,9 Prozent. Dieser Zeitraum umfasst 531 Zonen. Nach Abzug der Inflation ergibt sich ein Rückgang um 8,3 Prozent.

Der ausgewertete Datensatz enthält keine Auswertung nach benannten Stadtteilen. Er weist stattdessen 3 amtliche Quellenklassen aus. Die Klassen sind 320 Zonen der Klasse „Ein- bis zweigeschossige Bauweise“, deren Werte nominal um 29,4 Prozent stiegen, 196 Zonen der Klasse „Misch- oder mehrgeschossige Bauweise“, deren Werte nominal um 22,2 Prozent stiegen, und 23 Zonen der Klasse „Außenbereich“, deren Werte nominal um 90,0 Prozent stiegen.

Nominal sind die Bodenrichtwerte in Hagen zwischen 01.01.2016 und 01.01.2026 gestiegen, real nicht: Die Inflation lag mit 31,2 Prozent über den 25,7 Prozent der Bodenrichtwerte.

Lukas Brunner, Gründer von Grundradar

Textbausteine zum Übernehmen

Die Bausteine stehen für sich und nennen ihren Zeitraum, sodass sie ohne den umgebenden Text abgedruckt werden können.

Quellenangabe
Grundradar (2026): Amtliche Wohn-Bodenrichtwerte in Hagen 2016–2026: die Entwicklung nach Abzug der Inflation. Datenstand 29.07.2026. https://grundradar.de/recherche/bodenrichtwert-entwicklung/nordrhein-westfalen/hagen-2016-2026
Innerhalb der Stadt

Der ausgewertete Datensatz enthält keine Auswertung nach benannten Stadtteilen. Die folgende Aufteilung nutzt die verfügbaren amtlichen Quellenklassen und beschreibt deshalb keine Stadtteilgrenzen. Sie umfasst 539 der 540 ausgewerteten Zonen. Die übrigen Zonen tragen in den beiden Jahren nicht dieselbe amtliche Klasse.

Amtliche QuellenklasseZonenVeränderungHinweis
Ein- bis zweigeschossige Bauweise320stiegen nominal um 29,4 Prozent
Misch- oder mehrgeschossige Bauweise196stiegen nominal um 22,2 Prozent
Außenbereich23stiegen nominal um 90,0 ProzentAusgangsniveau 50,0 €/m²

Gemeindeabsätze

Der jeweilige Absatz nennt die eigene Gemeinde, die Stichtage und die Zahl der verglichenen Zonen. Absätze mit kleiner Fallzahl sind sichtbar gekennzeichnet.

GemeindeabsatzHagen
In Hagen stiegen die amtlichen Wohn-Bodenrichtwerte zwischen 01.01.2016 und 01.01.2026 um 25,7 Prozent. Nach Abzug der Inflation bleibt ein Rückgang um 4,2 Prozent. Verglichen wurden 540 Bodenrichtwertzonen, die der Gutachterausschuss an beiden Stichtagen unter derselben Nummer geführt hat.

Fragen an Ihren Gutachterausschuss

Die ausgewerteten Werte hat der für Hagen zuständige Gutachterausschuss für Grundstückswerte ermittelt und beschlossen. Zuschnitt, Begründung und Beschlusslage einzelner Bodenrichtwertzonen kann allein seine Geschäftsstelle erläutern; Grundradar wertet die veröffentlichten Werte aus und spricht nicht für den Ausschuss. Die Antworten kennt deshalb nur der Ausschuss; die Zahlen, auf die sich die folgenden Fragen stützen, stehen in der Studie. Die drei Fragen sind ein Anstoß für die lokale Einordnung.

  1. Warum blieb Hagen hinter der Inflation zurück?Ausgangspunkt: Gemeindetabelle, reale Veränderung
  2. Warum lag Hagen auf Rang 26 von 27 in Nordrhein-Westfalen?Ausgangspunkt: Vergleich der geeigneten Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen
  3. Warum wich der Median der Klasse „Außenbereich“ mit +90,0 Prozent vom Stadtwert +25,7 Prozent ab?Ausgangspunkt: Tabelle der amtlichen Quellenklassen

Daten und Dokumente

Methodischer Hinweis

  • Stichtage und Quellen. Die Angaben beziehen sich auf die Stichtage 01.01.2016 und 01.01.2026. Datenstand der Auswertung ist der 29.07.2026. Quelle der Wohn-Bodenrichtwerte ist BORIS NRW über Open.NRW. Der Verbraucherpreisindex stammt vom Statistischen Bundesamt (Destatis).
  • Welche Zonen in die Auswertung kommen. In die Auswertung kommen nur positive Wohn-Bodenrichtwerte, die an beiden Stichtagen dieselbe Nummer des Gutachterausschusses tragen. Die drei Zeiträume haben jeweils ihre eigenen Zonen. Ergebnisse der Zeiträume rechnen wir nicht ineinander um.
  • Wie der Prozentwert entsteht. Der Prozentwert ist der Median der einzelnen Zonenveränderungen. Nominale und inflationsbereinigte Veränderungen werden je Zone vor der Medianbildung berechnet. Für die Inflationsbereinigung verwenden wir die nationalen Verbraucherpreisindex-Januarwerte, weil sie über alle Jahre gleich erhoben werden und keine regionalen Brüche enthalten.
  • Was ein Bodenrichtwert ist. Ein Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für den Boden, den der Gutachterausschuss aus der Kaufpreissammlung ableitet (§ 196 Abs. 1 BauGB). Er gilt jeweils für eine ganze Bodenrichtwertzone, kurz Zone: ein Gebiet, das nach Art und Maß der Nutzung weitgehend übereinstimmt. Angegeben wird er je Quadratmeter eines gedachten, unbebauten Grundstücks, dessen Merkmale mit den in der Zone vorherrschenden weitgehend übereinstimmen (§ 13 ImmoWertV). Er ist weder ein Kaufpreis noch der Verkehrswert eines einzelnen Grundstücks.
  • Kleine Fallzahlen. Die kleinste Gemeindeauswertung stützt sich auf 540 Zonen. Auswertungen unter 20 Zonen kennzeichnen wir; in Hagen gibt es keine.
  • Was die Hauptkennzahl misst. Die Hauptkennzahl der Studie beschreibt die vergleichbaren Zonen: 540 Wohn-Bodenrichtwertzonen, die an beiden Stichtagen dieselbe Nummer des Gutachterausschusses tragen. Nur für diese Grundgesamtheit lässt sich überhaupt eine Veränderung je Zone messen.
  • Was die Tabelle „Alle Wohnzonen je Stichtag“ zeigt. Die Tabelle „Alle Wohnzonen je Stichtag“ bezieht die zum jeweiligen Stichtag vorhandenen geeigneten Wohn-Bodenrichtwertzonen ein. Sie beantwortet damit, wie hoch der Median aller Zonen zum jeweiligen Stichtag lag. Die beiden Stichtagsmedianwerte dieser Tabelle ergeben ins Verhältnis gesetzt nicht die Hauptkennzahl: Jeder Stichtag umfasst andere Zonen, während die Hauptkennzahl aus der Veränderung jeder einzelnen Zone entsteht.
  • Vergleichszeitraum. Alle Prozentangaben nennen ihren Vergleichszeitraum.
Alle geeigneten Wohn-Bodenrichtwertzonen je Stichtag.
StichtagMedianVorhandene Zonen
01.01.2016145,0 €/m²542
01.01.2017150,0 €/m²546
01.01.2018150,0 €/m²547
01.01.2019150,0 €/m²547
01.01.2020155,0 €/m²546
01.01.2021155,0 €/m²556
01.01.2022165,0 €/m²558
01.01.2023165,0 €/m²558
01.01.2024165,0 €/m²557
01.01.2025165,0 €/m²557
01.01.2026185,0 €/m²560

Die nächste Aktualisierung folgt zum Stichtag 01.01.2027.

Bodenrichtwert-Übersicht mit der Bestandstabelle „Alle Zonen“ öffnen

Rechte, Hinweise und Kontakt

Nutzungsrechte. Die Grafiken und Karten von Grundradar sind honorarfrei unter CC BY 4.0 nutzbar, mit der Quellenangabe „Grundradar, grundradar.de“. Die Bodenrichtwerte selbst stehen unter der Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0. Rechte der amtlichen Eingangsdaten bleiben unberührt.
Namensnennungen der Datenquellen. BORIS NRW · Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0 · © Statistisches Bundesamt (Destatis), Verbraucherpreisindex und Zensus 2022 · © BKG (2025) dl-de/by-2-0.
Rückfragen und Korrekturen. Auf Anfrage stellen wir Zahlen Ihres Verbreitungsgebiets bereit. Nennen Sie uns dazu bitte die betroffene Abbildung und Ihre Quelle.
Pressekontaktpresse@grundradar.deLukas Brunner. Presseanfragen beantworten wir werktags innerhalb von 24 Stunden.Studie öffnen

Über Grundradar

Grundradar (grundradar.de) führt amtliche Daten zu Grundstücken zusammen: Bodenrichtwerte, Grundsteuer-Hebesätze sowie Risikodaten zu Hochwasser, Starkregen und Altlasten. Die Angaben stammen aus offiziellen Quellen von Bund und Ländern und werden zu einer einzigen Auskunft pro Adresse gebündelt. Jeder Wert nennt Quelle und Stichtag.

Käufer, Eigentümer und Makler können damit kostenlos nachvollziehen, was die behördlichen Informationen über ein bestimmtes Grundstück aussagen.

Ausgewählte Auswertungen wie die vorliegende Studie veröffentlicht Grundradar mit offener Methodik und frei zugänglichen Rohdaten.

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