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Glossar

Starkregen: lokale Überflutungsgefahr jenseits von Flüssen

Starkregen kann Grundstücke ohne Flussnähe treffen. KOSTRA-DWD 2020 liefert bundesweite Bemessungsniederschläge.

Aktualisiert am 25.04.2026 · Fachlich geprüft am 25.04.2026

Definition

Starkregen beschreibt sehr intensive Niederschläge in kurzer Zeit. Anders als klassisches Hochwasser ist das Risiko nicht nur an Flüsse gebunden. Hanglage, Versiegelung, Mulden, Kanalrückstau und Zuflüsse von Nachbarflächen können ein Grundstück stark treffen.

KOSTRA-DWD 2020 liefert Bemessungsniederschläge für Dauerstufen und Wiederkehrzeiten. GrundRadar nutzt daraus einen bundesweiten Rasterdatensatz als erste Orientierung, nicht als objektbezogene Entwässerungsplanung.

Rechtsgrundlage

Das Wasserhaushaltsgesetz regelt Überschwemmungsgebiete und Hochwasserrisikogebiete. Starkregen aus lokalen Gewittern ist davon zu unterscheiden, auch wenn beide Risiken bei der Grundstücksprüfung zusammen betrachtet werden sollten.

Kommunale Starkregengefahrenkarten, falls vorhanden, können deutlich konkreter sein als ein bundesweites Raster. Sie bleiben deshalb eine wichtige Ergänzung.

Bedeutung für Käufer

Für Käufer ist Starkregen relevant, wenn Gelände zum Haus hin fällt, Keller geplant sind, Zufahrten tiefer liegen oder Nachbarflächen Wasser auf das Grundstück leiten.

Prüfen Sie Höhenlage, Entwässerung, Rückstausicherung und kommunale Karten früh. Ein niedriger Bodenrichtwert gleicht spätere Feuchte- oder Sanierungskosten nicht automatisch aus.

Verwandte Begriffe

Quellen

GrundRadar zeigt Starkregen zunächst als bundesweite Rasterorientierung und ergänzt lokale Karten erst nach belastbarer Quelle.