Wie hoch ist Gummersbach im Vergleich?
Mit 795 % liegt Gummersbach genau auf dem Median im Oberbergischer Kreis (795 %) und 131 Prozentpunkte über dem Median in Nordrhein-Westfalen (664 %).
Grundsteuer mit dem Hebesatz in Gummersbach berechnen
Der Rechner übernimmt den Hebesatz von 795 % – Sie brauchen nur den Grundsteuermessbetrag aus Ihrem Bescheid.
Hebesatz-Verlauf in Gummersbach
Hebesatz der Grundsteuer B in Gummersbach je Jahr. Die Werte ab 2025 lassen sich mit den Jahren davor nur eingeschränkt vergleichen: Zum Reformjahr 2025 wurde die Bewertung umgestellt, und viele Gemeinden haben ihren Hebesatz aufkommensneutral angepasst.
| Jahr | Hebesatz B |
|---|---|
| 2019 | 570 % |
| 2020 | 570 % |
| 2021 | 570 % |
| 2022 | 570 % |
| 2023 | 570 % |
| 2024 | 675 % |
| 2025 | 795 % |
Nachbargemeinden vergleichen
Alle Gemeinden im Oberbergischer KreisDie nächstgelegenen Gemeinden mit ihrem eigenen Hebesatz B. So können Sie Gummersbach nicht nur gegen Kreis und Land halten, sondern gegen die direkte Nachbarschaft.
| Gemeinde | Hebesatz B | Entfernung | Abweichung von Gummersbach | |
|---|---|---|---|---|
| Marienheide | 835 % | 6 km | +40 Pp. | |
| Bergneustadt | 959 % | 8 km | +164 Pp. | |
| Wiehl | 508 % | 8 km | −287 Pp. | |
| Engelskirchen | 650 % | 11 km | −145 Pp. | |
| Reichshof | 785 % | 12 km | −10 Pp. |
Realsteuer-Hebesätze in Gummersbach
Die kommunalen Realsteuer-Hebesätze treffen unterschiedliche Grundstücksarten. Wer Wohneigentum hält, zahlt nahezu immer nach Hebesatz B.
| Hebesatz | Trifft | Wert |
|---|---|---|
| Grundsteuer A | Land- und forstwirtschaftliche Betriebe | 401 % |
| Grundsteuer B | Wohn- und Baugrundstücke (Eigentümer-Standardfall) | 795 % |
| Grundsteuer C | Baureife, unbebaute Grundstücke (kommunal optional) | nicht erhoben |
| Gewerbesteuer | Erträge gewerblicher Betriebe (separate Realsteuer) | 487 % |
Bodenrichtwert in Gummersbach prüfen
Der Hebesatz ist nur der kommunale Faktor. Für die Bewertung des Grundstücks zählt zusätzlich der Bodenwert beziehungsweise der Wertansatz im Bescheid – im Bundesmodell fließt er direkt in die Berechnung ein.
Der Wohnbauland-Median liegt in Gummersbach bei 100 €/m² (BORIS). Die Richtwertzonen zeigen, ob der im Bescheid angesetzte Bodenwert zur Lage Ihres Grundstücks passt.
Welches Grundsteuer-Modell gilt in Nordrhein-Westfalen?
Nordrhein-Westfalen wendet das Bundesmodell an – die Grundsteuer wird wertabhängig ermittelt, der Hebesatz B ist der kommunale Faktor für den Messbetrag.
Nordrhein-Westfalen erlaubt seit 2025 einen differenzierten Hebesatz B: Wohn- und Nichtwohngrundstücke (Gewerbe, baureife unbebaute Flächen) können unterschiedliche Sätze tragen. Der hier gezeigte Wert von 795 % gilt für Wohngrundstücke.
Grundsteuerbescheid prüfen: drei Schritte
Nächste Schritte
Sie haben ein bestimmtes Grundstück im Auge?
Lage, Risiken und amtliche Werte kostenlos prüfen – ohne Konto.
Häufige Fragen zum Hebesatz in Gummersbach
Wie hoch ist der Grundsteuer-Hebesatz B in Gummersbach?
Der Hebesatz B liegt 2025 bei 795 %. Der Vergleich mit 675 % im Jahr 2024 führt allerdings in die Irre: Zum Reformjahr 2025 wurde die Bewertung umgestellt, die Messbeträge sind andere, und viele Gemeinden haben ihren Hebesatz aufkommensneutral angepasst. Er ist der kommunale Faktor, den die Gemeinde auf den Grundsteuermessbetrag anwendet.
Was bedeutet ein Hebesatz von 795 %?
Der Grundsteuermessbetrag wird mit 7,95 multipliziert. Bei einem Messbetrag von 100 Euro sind das 795 Euro Grundsteuer im Jahr. Werte über 100 % sind deshalb normal, denn der Hebesatz ist kein Steuersatz auf den Grundstückswert, sondern der kommunale Faktor für den Messbetrag.
Reicht der Hebesatz zur Berechnung der Grundsteuer?
Nein. Die jährliche Grundsteuer ergibt sich aus Grundsteuermessbetrag × Hebesatz ÷ 100. Den Messbetrag setzt das Finanzamt fest; ohne ihn lässt sich der Zahlbetrag nicht bestimmen.
Wo finde ich den Grundsteuermessbetrag?
Im Grundsteuermessbescheid des Finanzamts – nicht im kommunalen Grundsteuerbescheid. Er ist die Grundlage, auf die der Hebesatz der Gemeinde angewandt wird.
Warum kann der Nachbarort günstiger sein?
Jede Gemeinde beschließt ihren Hebesatz selbst. Wiehl liegt bei 508 %, Engelskirchen liegt bei 650 % und damit niedriger als Gummersbach. Der Hebesatz spiegelt die kommunale Haushaltslage, nicht den Grundstückswert.
Was bedeutet ein differenzierter Hebesatz B?
Nordrhein-Westfalen erlaubt seit 2025 getrennte Hebesätze für Wohn- und Nichtwohngrundstücke. Der ausgewiesene Satz von 795 % gilt für Wohngrundstücke; Gewerbe oder baureife unbebaute Flächen können abweichen.
Wer legt den Hebesatz fest?
Der Gemeinderat beschließt den Hebesatz jährlich in der Haushaltssatzung (§ 25 GrStG). Die Verwaltung wendet ihn im Grundsteuerbescheid an.
Kann ich gegen den Grundsteuerbescheid Einspruch einlegen?
Ja. Der Einspruch ist nach § 347 AO möglich; die Frist beträgt regelmäßig einen Monat nach Bekanntgabe (§ 355 Abs. 1 AO). Prüfen Sie Datum und Rechtsbehelfsbelehrung im Bescheid.
Methodik und Quellen
Der Hebesatz B ist ein kommunaler Faktor. Die jährliche Grundsteuer ergibt sich aus Grundsteuermessbetrag × Hebesatz ÷ 100 – der verbindliche Zahlbetrag steht im Grundsteuerbescheid.
| Kennzahl | Hebesatz Grundsteuer B, kommunal |
| Quelle | Statistisches Bundesamt (Destatis) · Realsteuerhebesätze |
| Datenstand | 30.06.2025 · Datenjahr 2025 |
| Rechtsgrundlage | § 2 NWGrStHsG i. V. m. § 25 GrStG |
| Berechnung | Grundsteuer = Messbetrag × Hebesatz ÷ 100 |
| Verbindlich | Zahlbetrag laut Grundsteuerbescheid |
Zuständig: Stadt Gummersbach
Das Finanzamt setzt den Grundsteuermessbetrag fest (Bescheid 1). Die Stadt Gummersbach wendet den Hebesatz an und stellt den Grundsteuerbescheid mit dem Zahlbetrag aus (Bescheid 2).