Wie hoch ist Jülich im Vergleich?
Mit 780 % liegt Jülich 49 Prozentpunkte unter dem Median im Kreis Düren (829 %) und 116 Prozentpunkte über dem Median in Nordrhein-Westfalen (664 %).
Grundsteuer mit dem Hebesatz in Jülich berechnen
Der Rechner übernimmt den Hebesatz von 780 % – Sie brauchen nur den Grundsteuermessbetrag aus Ihrem Bescheid.
Hebesatz-Verlauf in Jülich
Hebesatz der Grundsteuer B in Jülich je Jahr. Die Werte ab 2025 lassen sich mit den Jahren davor nur eingeschränkt vergleichen: Zum Reformjahr 2025 wurde die Bewertung umgestellt, und viele Gemeinden haben ihren Hebesatz aufkommensneutral angepasst.
| Jahr | Hebesatz B |
|---|---|
| 2019 | 690 % |
| 2020 | 690 % |
| 2021 | 690 % |
| 2022 | 780 % |
| 2023 | 780 % |
| 2024 | 780 % |
| 2025 | 780 % |
Nachbargemeinden vergleichen
Alle Gemeinden im Kreis DürenDie nächstgelegenen Gemeinden mit ihrem eigenen Hebesatz B. So können Sie Jülich nicht nur gegen Kreis und Land halten, sondern gegen die direkte Nachbarschaft.
| Gemeinde | Hebesatz B | Entfernung | Abweichung von Jülich | |
|---|---|---|---|---|
| Inden | 930 % | 7 km | +150 Pp. | |
| Linnich | 668 % | 8 km | −112 Pp. | |
| Aldenhoven | 885 % | 8 km | +105 Pp. | |
| Titz | 799 % | 8 km | +19 Pp. | |
| Niederzier | 730 % | 8 km | −50 Pp. |
Realsteuer-Hebesätze in Jülich
Die kommunalen Realsteuer-Hebesätze treffen unterschiedliche Grundstücksarten. Wer Wohneigentum hält, zahlt nahezu immer nach Hebesatz B.
| Hebesatz | Trifft | Wert |
|---|---|---|
| Grundsteuer A | Land- und forstwirtschaftliche Betriebe | 774 % |
| Grundsteuer B | Wohn- und Baugrundstücke (Eigentümer-Standardfall) | 780 % |
| Grundsteuer C | Baureife, unbebaute Grundstücke (kommunal optional) | nicht erhoben |
| Gewerbesteuer | Erträge gewerblicher Betriebe (separate Realsteuer) | 513 % |
Bodenrichtwert in Jülich prüfen
Der Hebesatz ist nur der kommunale Faktor. Für die Bewertung des Grundstücks zählt zusätzlich der Bodenwert beziehungsweise der Wertansatz im Bescheid – im Bundesmodell fließt er direkt in die Berechnung ein.
Der Wohnbauland-Median liegt in Jülich bei 235 €/m² (BORIS). Die Richtwertzonen zeigen, ob der im Bescheid angesetzte Bodenwert zur Lage Ihres Grundstücks passt.
Welches Grundsteuer-Modell gilt in Nordrhein-Westfalen?
Nordrhein-Westfalen wendet das Bundesmodell an – die Grundsteuer wird wertabhängig ermittelt, der Hebesatz B ist der kommunale Faktor für den Messbetrag.
Nordrhein-Westfalen erlaubt seit 2025 einen differenzierten Hebesatz B: Wohn- und Nichtwohngrundstücke (Gewerbe, baureife unbebaute Flächen) können unterschiedliche Sätze tragen. Der hier gezeigte Wert von 780 % gilt für Wohngrundstücke.
Grundsteuerbescheid prüfen: drei Schritte
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Häufige Fragen zum Hebesatz in Jülich
Wie hoch ist der Grundsteuer-Hebesatz B in Jülich?
Der Hebesatz B liegt 2025 bei 780 %. Er ist der kommunale Faktor, den die Gemeinde auf den Grundsteuermessbetrag anwendet.
Was bedeutet ein Hebesatz von 780 %?
Der Grundsteuermessbetrag wird mit 7,80 multipliziert. Bei einem Messbetrag von 100 Euro sind das 780 Euro Grundsteuer im Jahr. Werte über 100 % sind deshalb normal, denn der Hebesatz ist kein Steuersatz auf den Grundstückswert, sondern der kommunale Faktor für den Messbetrag.
Reicht der Hebesatz zur Berechnung der Grundsteuer?
Nein. Die jährliche Grundsteuer ergibt sich aus Grundsteuermessbetrag × Hebesatz ÷ 100. Den Messbetrag setzt das Finanzamt fest; ohne ihn lässt sich der Zahlbetrag nicht bestimmen.
Wo finde ich den Grundsteuermessbetrag?
Im Grundsteuermessbescheid des Finanzamts – nicht im kommunalen Grundsteuerbescheid. Er ist die Grundlage, auf die der Hebesatz der Gemeinde angewandt wird.
Warum kann der Nachbarort günstiger sein?
Jede Gemeinde beschließt ihren Hebesatz selbst. Linnich liegt bei 668 %, Niederzier liegt bei 730 % und damit niedriger als Jülich. Der Hebesatz spiegelt die kommunale Haushaltslage, nicht den Grundstückswert.
Was bedeutet ein differenzierter Hebesatz B?
Nordrhein-Westfalen erlaubt seit 2025 getrennte Hebesätze für Wohn- und Nichtwohngrundstücke. Der ausgewiesene Satz von 780 % gilt für Wohngrundstücke; Gewerbe oder baureife unbebaute Flächen können abweichen.
Wer legt den Hebesatz fest?
Der Gemeinderat beschließt den Hebesatz jährlich in der Haushaltssatzung (§ 25 GrStG). Die Verwaltung wendet ihn im Grundsteuerbescheid an.
Kann ich gegen den Grundsteuerbescheid Einspruch einlegen?
Ja. Der Einspruch ist nach § 347 AO möglich; die Frist beträgt regelmäßig einen Monat nach Bekanntgabe (§ 355 Abs. 1 AO). Prüfen Sie Datum und Rechtsbehelfsbelehrung im Bescheid.
Methodik und Quellen
Der Hebesatz B ist ein kommunaler Faktor. Die jährliche Grundsteuer ergibt sich aus Grundsteuermessbetrag × Hebesatz ÷ 100 – der verbindliche Zahlbetrag steht im Grundsteuerbescheid.
| Kennzahl | Hebesatz Grundsteuer B, kommunal |
| Quelle | Statistisches Bundesamt (Destatis) · Realsteuerhebesätze |
| Datenstand | 30.06.2025 · Datenjahr 2025 |
| Rechtsgrundlage | § 2 NWGrStHsG i. V. m. § 25 GrStG |
| Berechnung | Grundsteuer = Messbetrag × Hebesatz ÷ 100 |
| Verbindlich | Zahlbetrag laut Grundsteuerbescheid |
Zuständig: Stadt Jülich
Das Finanzamt setzt den Grundsteuermessbetrag fest (Bescheid 1). Die Stadt Jülich wendet den Hebesatz an und stellt den Grundsteuerbescheid mit dem Zahlbetrag aus (Bescheid 2).